Dieses Forum nutzt Cookies
Dieses Forum verwendet Cookies, um deine Login-Informationen zu speichern, wenn du registriert bist, und deinen letzten Besuch, wenn du es nicht bist. Cookies sind kleine Textdokumente, die auf deinem Computer gespeichert sind; Die von diesem Forum gesetzten Cookies düfen nur auf dieser Website verwendet werden und stellen kein Sicherheitsrisiko dar. Cookies auf diesem Forum speichern auch die spezifischen Themen, die du gelesen hast und wann du zum letzten Mal gelesen hast. Bitte bestätige, ob du diese Cookies akzeptierst oder ablehnst.

Ein Cookie wird in deinem Browser unabhängig von der Wahl gespeichert, um zu verhindern, dass dir diese Frage erneut gestellt wird. Du kannst deine Cookie-Einstellungen jederzeit über den Link in der Fußzeile ändern.

Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Kommentare erwünscht - Mein ICH, zerrissen und zerstört
#1
Geschrieben am. 28.10.2016

Der Umgang mit meinen Innenpersonen viel mir schon immer sehr schwer, ich ignoriere hauptsächlich nur, aber z. Z ist es so, dass sie sich wieder sehr intensiv bemerkbar machen und ich gerade nicht die Kraft habe, mich dagegen zu wehren, sie lassen es auch nicht zu. Ich wehre mich sehr gegen das, was in mir vorgeht, ich will die Anderen nicht, habe keinen Plan, wie ich damit umgehen soll, ich stehe da noch ganz am Anfang. Meine Gedanken, sind seit Wochen immer die gleichen, ich bin wütend darüber, was sie mir genommen haben, das zerreißt mich gerade extrem, außerdem ist da die Wut über Menschen, die mich zu dem gemacht haben, der ich/wir sind.

Um das etwas verarbeiten zu können, habe ich meiner Wut ein wenig Luft gemacht, indem ich den nachfolgenden Text geschrieben habe, der alles aussagt, was in diesem Moment in mir vorging. Auch dieser Text ist zusammen mit meinen Innenpersonen entstanden.


Als wir diesen Text geschrieben haben, ist er auf seltsame Weise entstanden, zuerst wurde der Bereich in der Mitte geschrieben, danach der Anfang und dann das Ende.


So viele Jahre sind vergangen, so viele Dinge habe ich erlebt. Sie teilten das Ich zum Wir, doch ich bemerkte nicht, dass Ihr an meiner Seite wart. Von so vielen Dingen habe ich in der Vergangenheit geträumt, habe dabei nicht mal bemerkt, dass ich von meinem Weg gedrängt wurde.
Ein Leben wie im Traum, doch war dieser Traum, kein guter Traum, erst jetzt, wo ich erwachte, sehe ich, wie fürchterlich dieser Traum war, es war mein Leben. Mein Leben, es gehörte mir, so vieles wurde mir unbemerkt genommen, so vieles, was nötig war, um mich zum Ich werden zu lassen, wurde mir entrissen.

Meine Zukunft, die ich mir erträumt hatte, wurde zum Traum, ein Traum, den ich nie träumen durfte. Scherben, gemacht aus meinen Träumen, ich will sie aufheben, sie liegen so weit in der Ferne, aber auch von dort bereiten sie mir Schmerzen, Schmerzen, die ich nicht verhindern kann, meine Tränen, versuchen sie zu kleben.
Jetzt möchte ich versuchen herauszufinden, wer Ihr wirklich seid, ich denke über all die Dinge nach, die Ihr gesagt habt, die Ihr für mich getan habt, um herauszufinden, wer wir wirklich sind, was eure Geheimnisse sind. Ihr habt mir vieles genommen, mein Ich wurde zerteilt, mein Leben in viele Stücke zerrissen, aber was wäre ich ohne euch.

Ich folge einem Weg, aus halb offen gelassenen Türen, um herauszufinden, wer ich wirklich bin. Ich schaue zurück, sehe in der Ferne die vielen Scherben, die mir erneut Schmerzen bereiten. Diesen Weg gehe ich ganz bewusst, die Schmerzen ertrage ich nur sehr schwer. Ich fühle mich fremd, ich sehe unseren Weg, den wir gemeinsam gegangen sind. Jetzt gehen wir ihn zurück und Ihr zeigt mir, wie mein Weg durch unser Leben wirklich war.
Ich sehe alles vor mir, nichts ist verblasst, jetzt sehe ich eure Geheimnisse. Ich trete auf alte Scherben und beginne zu weinen, ich versuche stark zu sein, doch ich fühle mich unendlich schwach. Ihr tragt mich zurück in die Zeit, wo alles begann, ich sehe die Dinge, vor denen ihr mich beschützt habt, jetzt bereiten sie mir Schmerzen, Ihr könnt es nicht mehr verhindern.

Vor meinen Füßen liegen all die Dinge, die ich in meinem Leben vermisst habe, sie sind zertreten, zertreten von denen, die euch geschaffen haben, die mich zerrissen haben und mich vom Ich zum Wir werden lassen haben. Ja, ich hasse euch, doch liebe ich euch auch, wer wäre ich ohne euch, wer wäre ich , wenn wir von Wir, zum Ich werden würden, wer wäre ich, wenn ich, nur ich wäre.
Jetzt stehe ich ganz am Anfang, ich sehe mich, als ich noch ich war, so gerne wäre ich, ich selbst geblieben, ich sehe die vielen Türen, durch die ich gegangen bin, dass was dahinter kam, hat mich verändert, so wie ich es nie gewollt habe. Ich wünsche mir, dass sie sich schließen, dass ich eine nach der anderen erneut öffnen darf, dass hinter ihnen eine andere, bessere Zukunft liegt. Eine Zukunft, wie ich sie mir erträumt habe, ohne dass Scherben daraus werden.

Doch diese Türen schließen sich aus der Vergangenheit heraus nicht mehr, sie lassen sich nur aus der Gegenwart heraus schließen, und ich hoffe, dass sie für immer geschlossen bleiben, um ohne Schmerz in die Zukunft schauen zu können. Jetzt wird es Zeit, aus diesem Traum zu erwachen, es wird Zeit für das Gute im Leben, eine Zeit, den Schmerz, Vergangenheit werden zu lassen.
Die Türen hinter mir, sind jetzt fest verschlossen, ich hoffe sehr, dass sie sich nie wieder öffnen werden, leider offen sie sich nur zu leicht, und mein Blick in die Vergangenheit beginnt erneut.
Zitieren
#2
Hallo Frank (Seelenwanderer)
 
Da wir jenes Gespräch schon hatten, nur noch eines. Schließe die Türen nicht mehr. Lasse sie offen, erinnere dich an all das. Es ist auch Teil von dir, wird es immer sein und es hat aus dir gemacht was du bist. So Einzigartig ist kein Mensch auf der Welt, vergiss das nicht. All das Negative, dass möglicherweise oftmals überwiegt sind auch nur prägende Ereignisse, die zu deiner Selbst beigetragen haben und auch wenn du manchmal nicht du sein willst – Ihr – so war es doch Schicksal, dass wir über euch gestolpert sind und es war und wird niemals ein Fehler sein, so wie ihr keiner seid.
 
 
Wie viele Seiten sind es denn jetzt, oder konntest du seither nicht mehr weiterschreiben. Damals waren es 18 gewesen…
 

>>> Dieser Beitrag wurde von Seelenwanderer editiert, da der abgetrennte Inhalt stark vom Thema abgewichen ist. <<<
Zitieren
#3
Hallo Seelenwanderer

Der Text ist sehr schön und gleichzeitig traurig aber er macht auch ein wenig Hoffnung, ich finde Du solltest vielleicht ein wenig nach diesem Text auch in der Wirklichkeit handeln. Halte die Türen der Vergangenheit verschlossen, es werden sich neue Türen öffnen und Du kannst auch jetzt noch in eine bessere Zukunft  schauen.
Achte auf deine Anderen und sei für sie da so wie sie immer für Dich da waren, sie sind ein Teil von Dir und ich kann mir Dich gar nicht ohne sie vorstellen, will ich auch gar nicht weil Du genau so mit deinen anderen gut bist.
Wenn Du nicht zum Ihr geworden  wärd wer weiß vielleicht hätten wir uns dann nie kennen gelernt und dann würde ein sehr wichtiger teil in meinen Leben einfach fehlen. Ich wünsche mir, dass du und Deine anderen bleiben wie sie sind und Du gut mit ihnen klar kommen kannst.

Lg Traumengel
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste