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Therapie? Ja oder ja.... Oder doch nein?
#1
Seit ich mich erinnern kann, reden die Leute von Psychotherapie und von Traumatherapie. Das ist seit der 1980iger ein Thema gewesen, das im Kommen war. Man hat sich vorstellt, dass man den Menschen sozusagen generalüberholen kann und dann alles mindestens besser bis rosa ist...

Das hat man geglaubt, wenn man nur die Werbesprüche der Psy-Szene kannte. In Wirklichkeit hat maches was gebracht, und vieles eben oft nichts bzw. dass es den Leuten mit der "Therapie" schlechter ging als vorher. Auch heute ist das noch oft so.

Traumatherapie. Das war so ein Schlagwort in den Medien. In  jeder kleinen Zeitschrift konnte man lesen, dass von Gewalt Betroffene durch eine "Traumatherapie" genesen seien.

Schön wär's. Selbst im Jahr 2018 gibt's eigentlich kein eindeutiges therapeutisches Konzept für die Behandlung von komplexen Kindheitstraumata. Es gibt verschiedene Konzepte und Strategien, aber soviele Gemeinsamkeiten die haben, soviele Unterschiede haben sie auch.

Was also tun?

Es gibt keinen Königsweg.

Jeder Betroffene muss für sich schauen, wo er Hilfen findet, und von einem Punkt zum nächsten gehen und wieder suchen und aussuchen, ob er etwas nimmt oder lässt.

In einer Zeit, in der noch immer viele ohne gute Traumatherapie leben müssen, weil es einfach Wartelisten und all diese Dinge gibt, wäre es fatal, zu sagen, dass man nur über Therapie weiterkommen kann.

Das ist bestimmt nicht so und natürlich wünsche ich jedem einen guten Therapeuten, dass alles super läuft, dass er gut aufgehoben ist. Aber es ist auch ein Ideal, was man sucht, das man vielleicht nie so 100 % bekommt, aber vielleicht mal 90 % oder 95 %. Manchmal nur 80 %.

Wichtig ist, dass man sich in der Therapie versteht und das so bleibt. Die therapeutische Beziehung ist das A und O, wenn dann noch das richtige Fachwisen dazu kommt, dann ist man wirklich gut aufgehoben.

Trotzdem bleibt das Leben und es muss bewältigt werden. Da tut man gut daran, die Dinge aus der DBT zu üben und sich auch sonst alle möglichen Ratgeber zu holen, die was bringen. Überall kann man dazu lernen, schauen,wie es andere meistern, wenn sie ein Problem haben.

Hilfen gibt's auch anderwo, nicht nur bei Therapeuten. Auch die ganzen anderen Berufe und Sparten, Dienstleister, Behörden und und und können hilfreich sein. Das Internet bietet uns ganz viel, sowas gab's früher nicht. Wenn man früher verzweifelt war, ging man in die Kirche beten. Heute geht man ins Internet und schaut, ob man da was findet, wie man der Schwierigkeit begegnen kann.

Man kann 'ne ganze Menge auch selbst machen, erst mal ohne Therapeut und nebenbei immer mal wieder suchen, ob es jemanden gibt, der noch mehr helfen kann.

Das Leben besteht nicht nur aus Therapie und wichtiger ist, sich sein Leben aufzubauen, den Tag sinnvoll zu verbringen, dh, was zu tun, was abseits von Panikattacken und Grübeln und SV und Suizidphanastien liegt. Wie soll das Leben Spaß machen, wenn man  nix Schönes macht? Das kann nicht gehen und deshalb sind mindestens 3 positive Dinge am Tag Pflicht.
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