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DIS - Hoffnungen, Wünsche? ZIELE?
#1
Ich hab mal diese Bereich gewählt weil er mit noch am ehesten zu passen scheint.

Ich sitze im Zwispalt. Ich bin zerrissen, wortlos und verwirrt. Und auch irgendwer wo wütend.
Wir beginnen ja gerade eine Ergotherapie.
Die Frau hat sich 10 Jahre weitergebildet im Bereich Trauma und hat Ahnung und so. Keine Frage. Soweit so gut.
Aber muss dennimmer diese Frage nach den Zielen auftauchen?
Und warum macht die uns entweder hilflos oder wütend?
Immer dieses wie soll es Ihnen denn besser gehen. Und allein das... Args.
Es ist entweder...wenn man für etwas gelobt wird - weil man dieses oder jenes Problem ...naja damit umgehen kann, Lösungen findet oder so... wenn man das an EINER Stelle kann, dann ist gleihc oh das ist ja toll. Aber für uns, in unserem Kopf macht das alle anderen Probleme gleich zunichte. Als wäre damit schon alles gut.
Nur weil ich EINEN bestimmten Albtraum durch luzides Träumen beeinflussen kann (und das aber mit zig immer wiederkehrenden nicht kann) ist es aber gleich oh, das können sie. Toll! Thema gegessen. Als gäbe es sonst kein Problem mehr. Thema Albträume ist ja schon gleich nicht mehr so schlimm weil ....pfff wenn sie es da nicht anweden können, erstens wen interessierts? 2. lernen sie es doch!
Toll fein gemacht. Kein Thema, kein Problem mehr.

Wo wollenm sie hin?
Es gibt kein Leben, das wir uns vorstellen können, das frei ist vonProblemenund in dem alles gut ist. Wie soll es das mit so einer Vergangenheit? Und nochmal dahinter auf der Ebene: darf es das, wenn es ginge? Nein!


Ich hasse dieses Ziele benennen. Denn ichhabe keine. Ist das verwerflich?
Ich kann mir kein anderes Leben vorstellen. Ich hatte noch nie ein anderes Leben.

Und so dieser leise Vorwurf den wir hören >ja sie haben ja schon so viel therapie gemacht> (was nicht stimmt) >wieso geht es ihnen denn immernoch so schlecht>?

Was will ich erreichen? Das kann ich denken, wennich einkaufe. Ich will zum Lidl kommen und Käse kaufen. Dann habe ich etwas erreicht.

Aber wie soll ich sowas auf uns anwenden?
Es wird niemals problemfrei. Also was will ich eigentlich?
Ach ncihts. Ich bin schon still. Ich glaub, ich lass das lieber.
ich will ncihts. UNd nochmal dahinter ich hab auch nichts zu wollen.

Ich weiß gar nicht was ich von euch gerne lesen möchte...
Kennt ihr das?
Was denkt ihr?

Lunis
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#2
Hallo Lunatics

Ich denke ich verstehe was Du meinst, auch ich habe viele Jahre Therapie hinter mir und immer tauchte diese Frage nach den Zielen auf, die ich nie beantworten konnte. Klar es gibt ein Ziel auf einer Seite man will besser mit dem Trauma klar kommen, es verarbeiten, damit umgehen lernen aber es wird  durch eine Therapie niemals ganz weg sein, die Vergangenheit wird immer ein Teil von unserem Leben sein egal ob sie gut oder schlecht war.
Du hast vollkommen Recht es gibt kein Leben das frei von Problemen ist und in dem alles gut ist, nicht mal für die Menschen, denen nie etwas schlimmes passiert ist.

Zitat:Lunatics: Nur weil ich EINEN bestimmten Albtraum durch luzides Träumen beeinflussen kann (und das aber mit zig immer wiederkehrenden nicht kann) ist es aber gleich oh, das können sie. Toll! Thema gegessen. Als gäbe es sonst kein Problem mehr.

Ich würde der Therapeutin klar machen, dass das Thema Alpträume eben dadurch noch lange nicht gegessen ist denn Du kannst es ja nur mit diesen einen Traum und das zu lernen ist nun mal eben auch nicht so einfach, mach ihr klar, dass die Träume Dich trotz alledem noch belasten und es eben nicht immer möglich ist sie zu beeinflussen.

Zitat:Lunatics: Und so dieser leise Vorwurf den wir hören >ja sie haben ja schon so viel therapie gemacht> (was nicht stimmt) >wieso geht es ihnen denn immer noch so schlecht>?

Ich denke dazu gehören immer 2 oder in dem Fall eben mehr, sie kann Dir keinen Vorwurf machen, dass es Dir immer noch schlecht geht denn es ist immer auch Aufgabe des Therapeuten Dir zu helfen, beide Seiten müssen mit arbeiten sonst wird das nichts. Wenn Du zum Beispiel den falschen Therapeuten hast und ihm nicht vertrauen kannst, wie soll es dann besser werden? Es liegt also nicht nur an Dir, lass Dir da nichts einreden.
Ich denke, dass Du schon etwas erreichen willst aber Du kannst es eben nicht benennen, das ist auch gar nicht so einfach, vielleicht willst Du einfach nur, dass die Alpträume aufhören und die schlechten Gefühle, einfach mal lachen können und glücklich sein, für einen Moment auch mal die Probleme hinten anstellen können es wird nie ganz ohne Probleme sein aber es kann besser werden.

Lg Traumengel
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#3
Danke Traumengel.

Es ist ja nciht mal so, dass manmir etwas einredet.
Ich meine das wahrscheinlich auch öfter zu hören, als es den Tatsachen entspricht.
Aber es macht mich wahnsinnig Ziele benennen zu müssen die schön fein messbar mit dem lineal verfolgt und der Erfolg nachgemessen werden kann.
Und dann wieder feeeiiiiin gemacht.
Kann ich nicht ertragen. Kann ich nicht ab.

Ich komme mit dem ganzen <Gut> Kram nicht zurande. Das war schon immer so und verstehen kann ich es auch nicht.
Es ist immer gleich so, als ob....
Es negiert alles schlechte, was noch da ist. Es wird nie gesehen, nie akzeptiert, immer gleich rationalisiert und weggemacht. Und wenn ein Therapeut oder sonst wer nen Kopfstand für mich anstellt um irgendwas wegzumachen bin ich dann auch noch schön brav und tu so, als ob seine Mühen von Erfolg gekrönt wurden.
Ich bin dann einfach so, wie man mich haben will.

In der Klinik letztens: Hören Sie auf ihre Zwänge auszuführen damit mehr Platz zum Leben da ist und dann wird das schon wieder von alleine. Als hätte ich die anderen in uns weggeputzt im wahrsten Sinne.
War nie das Problem. Aber nitte. Ich lasse es dannn. Womit ich das dann kompensiere pielt keine Rolle. Ich bin brav ich funktioniere. Ich bin so wie du mich willst. Und meistens merke ich das selbst noch nicht mal, dass ich einfach wieder eine neue Rolle für einen neue helferperson spiele.
Gute Patientin sein. Brav. Erfolg machen, damit die stolz auf sich sein können und ihr Ego streicheln
Und alles was gut ist, wird nicht mehr beachtet.

Ich WILL ja ncihtmal dass die Albträume aufhören. Meine Güte, wie sonst habe ich noch Kontakt zu mir?
Zu irgendwas das echt ist?

Niemand interessiert sich für Elend. Nein es wird immer abgekürzt und platt gewalzt. Es hat kein Recht in dieser Gesellschaft und keinen PLatz.
Wenn ich auch nur EINMAL das Gefühl hätte, das, was so schlimm ist, dürfte auch mal da sein. Einfach auch nur mal da sein und jemand nimmt sich einfach mal dem Elend an.....ohne den Anspruch zu haben, das das sofort und unmittelbar verändert werden müsste. Sofort ne IMA drauf setzen, sofort in die Erinnerung eine Helferperson schicken, die das Kind rettet.

WAS bringt denn das?
Gar ncihts. Denn die Geschichte verändert sich dadurch nicht. Es ist nach wie vor passiert. Man fühlt sich nciht besser nur weil man dem Film im Kopf ein anderes Ende gegeben hat.
Hauptsache wir haben alles wieder in ein Happy Ending verwandelt.
Weggemacht, weggezaubert, für diejenigen, die es sich nicht mal vorstellen mögen schnell einfach gemacht. So geholfen, fertig. Maggi Fix für Multis *in die Hände klatscht

Es nervt mich und während ich einfach nur meine Finger  tippen lasse kommt wenigstens mal irgendwas hier raus. Woher es kommt weiß ich auch nicht.
Was ich damit anfangen soll, weiß ich auch nicht.

Es ist verworren.
Unbd diese gut und Böse Geschichte ist einfach so dermaßen verdreht, dass da kein Mensch mehr durchsteigt.
Leiden darf man nicht, dann ist man schlecht und zu weich, das muss sofort trainiert werden.
Gut sein darf auch nichts. Denn gut ist in der Welt auch nur eine Illusion und für die gemacht,die zu weich sind.

Ähm rafft das noch irgendjemand?
Ich nicht.
Sorry.
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#4
Hallo Lunatics,

genau so sehe ich das auch wie du das hier alles beschrieben hast. Ist auch ein Grund warum ich irgendwann aufgehört habe noch weiter an Therapie und so Sachen zu glauben, die wollen ja nicht dass man "gesund" wird, sondern die wollen dass man "normal" wird, so wie alle anderen Menschen eben auch sind. Das will ich aber z.B. auf gar keinen Fall werden, da die "normalen" Menschen aus meiner Sicht total gestört sind eben aus den Gründen die du hier nennst. Die sind sowas von auf die schiefe Bahn geraten dass sie nur noch das gute sehen, fühlen und denken wollen, alles andere existiert für sie nicht mehr und wenn man sie mit der Nase drauf drückt dann braucht es schnell Tabletten oder einen hilfreiche Imagination um das sofort wieder weg zu machen.
Mir scheint die normalen Menschen sind es die hier erhebliche Zwänge haben. Wegwisch- und Verdrängungszwänge.

Ich finde es gut dass dir das auffällt und du diesen Zustand als falsch für dich erkannt hast.
Und die moderne mainstream Esoterik Szene hat diesen krankhaften "es gibt nur das gute" Zustand noch auf Spitze getrieben. Ist für uns echt Trigger Nr. 1 geworden inzwischen. Ich fang oft schon an zu weinen wenn ich nur die Überschriften von diesen dämlichen postiv denken und wir haben uns alle lieb Büchern lese. Es ist das vollkommene verschließen der Augen vor der Realität.
Und das gefährliche an dem verschließen der Augen vor der Realität und in einer fröhlichen Traumwelt leben in der alles gut ist, ist dass man dann auch das Elend um einen herum nicht mehr mitkriegt und dementsprechend auch nicht mehr helfen kann. Wer hingegen die Augen für das Dunkle und das Böse auf der Welt offen hat, der sieht auch wo er eingreifen muss.

Ich glaube Lunatics es liegt an uns einen guten Mittelweg zu finden. Nur noch alles schlechte sehen führt genau so in den Untergang wie vor allen Gefahren die Augen zu verschließen. Irgendwie muss man versuchen beides gleichzeitig im Blick zu behalten.

Ich verzweifel aber auch regelmäßig an dieser Thematik. Ich weiß nur dass ich defnintiv nicht so blind und taub werden will wie die anderen Menschen und das dann als gesund ansehen. Denn das ist es nicht. Definitiv nicht. Das Böse ist hier in der Welt, überall um uns herum und das kann man weder wegreden noch wegdenken nocht wegimaginieren. Man muss sich ihm stellen, ihm direkt in die Augen sehen und ihm sagen, stopp, bis hierher und nicht weiter.

LG
[-] Die folgenden 1 Benutzer sagen Danke an Silberherz für diesen Beitrag:
  • Lunatics (07-02-2018)
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#5
Hey Lunis
 
Viele Menschen wollen einfach nur helfen, und bei vielen Menschen sind es eben Lappalien, verglichen mit den Wenigen, die gewisse Dinge erleiden mussten und viele der Helfer sind auch nicht in der Lage, sich jene Dinge überhaupt vorzustellen. Ich will jene Ergotherapeutin nicht in Schutz nehmen, aber als wir jemanden etwas mehr berichteten, der auch nur helfen wollte und nicht glauben konnte, nicht fassen konnte, was wenige durchmachen müssen und doch weitermachen ohne gleich den Kopf in den Sand zu stecken und andere kommen mit ihrem Leben nicht zurecht, weil sie nicht in der Lage sind, ein wenig Selbstverantwortung für sich zu übernehmen – siehe "Levent" – entschuldigte er sich und ging seines Weges.
Sagt ihnen, klipp und klar, wie die Dinge sind, was euch nicht passt und seht wie gut sie damit klarkommt. Erst dann seht ihr, ob sie mit all ihren Weiterbildungen auch jenes Wissen anwenden kann, dass sie braucht, um euch helfen zu wollen.
Ziele: Einen Tag auf den nächsten. Der Tod kommt sowieso, Millionen haben ihn schon hinter sich gebracht, Millionen werden ihn nach unserem auch noch vor sich haben. Es ist eine Konstante in jener Welt. Weglaufen geht nicht.
 
Schön zu lesen: "mit dem 'Gut-Kram'". Musst du nicht. Sag ihr das auch. All das was du nicht willst, sag es ihr, haben das damals mit unserer Therapeutin gemacht. An was wir alles nicht geglaubt haben und auch nie glauben werden. Auch das EMDR. Was wir nicht wollten. Entweder sie akzeptieren dies, oder sie tun es nicht. Aber wir fahren mit der Wahrheit in diesen Dingen besser, als mit Halbwahrheiten, mit denen wir uns dann wieder herumquälen dürfen, wie ihr gerade.
Sei bitte niemals so, wie die/Sie dich haben wollen, sondern so wie ihr seid, mit all euren Fähigkeiten, Eigenarten und den Veränderungen.
 
Wir sind Jahre lang gegen den Strom geschwommen, auf unsere eigene Weise, dann haben wir uns nur noch an den Beckenrand geklammert und den Strom verbeifließen lassen und jetzt sind wir dem Flußbett erklommen und sitzen auf dem trockenen, bedeutet aber auch, dass man viel hinter sich lassen muss. Aber durch unsere Introvertiertheit ist das nicht wirklich ein Problem für uns. Nur noch jenes was uns wirklich interessiert, dem kommen wir nach.
 
Und wenn ihr wollt, könnt ihr jederzeit uns alles schreiben was ihr wollt, so oder über pn.
Du wolltest dich mal aussprechen, du wolltest auch mal Hilfe und nicht immer jene sein, die Hilfe gibt.
All das was du geschrieben hast war klar und rein und leicht zu erkennen. All das wissen wir, all das fühlen wir auch so seit Jahren, Jahrzehnten. Gutsmenschen kann man nicht ändern, nur ignorieren.
Und das Böse wandelt in uns, auch das weißt du!
Es ist schön zu sehen, was man lesen darf, wenn deine Finger sich verselbständigen…
 
Vielleicht wäre es sinnvoll für dich/euch, endlich eure eigenen Wertvorstellungen zu erschaffen. Eure Richtungen festzulegen und ihnen bedingungslos zu folgen und alles andere hinter sich zu lassen. Klar – der Part des Partners, wird hier wohl viel von euch abverlangen.
 
Wir haben viel über uns gelernt und gefunden im Tod, vor dem sich so viele fürchten, obwohl es unbegründet ist. Weil er so endgültig ist, so Sicher und doch ist er nur der Übergang zu etwas anderem. Das 'Menschsein' vergeht und etwas Neues wird kommen.
 
"Verliere nie das Ende aus den Augen, das uns alle ereilen wird, so kannst du mit Gleichmut - Allem und Jedem entgegentreten."
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