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Mein Leben hasst mich einfach
#1
Im Moment geht einfach alles wieder schief, ich schaffe kaum noch etwas, den Job den ich habe, schaffe ich gerade noch so aber mein Vater verlangt, dass ich mehr arbeite und einen besseren Job suche wo ich meine 40 Stunden Woche habe.
Ob ich das schaffen kann, danach fragt er nicht, wie sehr er mir mit den Worten "Ja wenn man nicht arbeiten will" weh tut merkt er nicht mal. Er ist immer nur unzufrieden mit allem egal wie sehr ich mich anstrenge ihm kann man es nicht recht machen. Vor kurzem erst habe ich mit meinen Chef geklärt, dass ich weniger arbeiten kann und jetzt muss ich mir so etwas von meinen eigenen Vater anhören als hätte ich nie arbeiten wollen, als wäre das alles so einfach. Es macht mich wütend und gleichzeitig traurig. Ich hasse es einfach wenn Leute meinen sie müssten mir sagen wie ich mich fühle, nur ich allein kann wissen wie ich mich fühle und sonst niemand.

Auch mein Freund ist unzufrieden mit mir, die Wohnung ist ihm nicht sauber genug, wenn ich etwas koche schmeckt es ihm nicht und ihm Bett bin ich ihm auch viel zu schlecht. Niemand versteht mich wirklich, alle erwarten immer nur Leistung auf dieser Welt und wenn Du nichts leistest bist Du automatisch nichts mehr wert.
Ich frage mich warum ich überhaupt noch morgens aufstehe wenn ich den Tag über ja eh nur alles falsch mache,es fällt mir sehr schwer überhaupt noch auf zu stehen, für was oder für wen auch ich bin für niemanden gut genug.
Alles fühlt sich so leer und kalt an, "Freunde" melden sich nur wenn sie etwas brauchen und die männlichen unter ihnen wollen meist was von mir was noch viel schlimmer ist. Dadurch habe ich auch viele Freunde einfach verloren.
Ich weiß einfach nicht wie ich damit umgehen soll.
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#2
Bin kein guter Ratgeber in solchen Dingen glaube ich, aber auch in meiner Familie stand Leistung über alles, sobald man zeigte wie schwer man sich tat es aber erledigte dann war man etwas Wert.
 
Auch als sie nach Jahrzehntelanger Unwissenheit erfuhren unter welchen Persönlichkeitsstörungen und mehr ich litt, seit meiner Kindheit, waren sie kurzzeitig bewegt, sogar besorgt, aber durch den Umstand, dass sie selbst nicht betroffen sind, vergessen sie es einfach irgendwann und sie fangen wieder mit ihrer Triade von vorne an. Auch habe ich den Fehler begangen, dass ich nach fast 20 Jahren zu ihnen zurückkehrte, wohl auch weil ich viel mir falsch einredete und sie es auch so taten und als es geschehen war, sah  ich es dass es wirklich falsch war, auch meine damalige Therapeutin gab mir den Rat nicht wieder Heim zu kehren, doch ich hörte nicht und musste wieder mit vielem bezahlen. Dann gab es auch noch andere widrige Umstände. Ein langer Krankenhausaufenthalt mit Koma usw. Und jetzt bemühe ich mich wieder auf die Beine zu kommen um endlich wieder zu fliehen.
 
Und das ist es was ich dir vorschlagen würde. Klar kenne ich keine Hintergründe und sonstiges von dir, aber ich würde mir eine Umgebung schaffen die mir zusagt und womit ich gut klarkomme, was dein Freund betrifft, soll er halt mal 'kochen' oder wenn es nicht sauber genug ist 'Hand an legen', auch er macht die Wohnung mit dreckig – wenn mir jene Aussage gestattet ist.
 
Das mit den Freunden, ist bei mir schwer, weil ich bisher nur einen hatte und wir kamen mit jener Methode gut aus, also wenn er was brauchte meldete er sich und wenn ich was brauchte meldete ich mich, ansonsten war meistens Funkstille – ich muss aber dazu sagen, dass wir 'Viele' sind und deshalb nicht unbedingt auf Freunde oder so angewiesen sind, also für Unterhaltung oder so.
 
Oftmals liegt es auch daran an welchen Maßstäben man gemessen wird und man sich selber misst.
Habe auch lange gebraucht um meinen Weg zu finden und ich glaube daran, dass auch du deinen Weg finden wirst, wenn du nicht aufgibst, wenn du weiterhin jeden Tag aufstehst. Oftmals ist es auch so, dass erst eine gewisse Zeit vergehen muss, bevor die Erleuchtung einen packt – klar nicht gerade aufmunternd, wenn man eh am Boden ist, aber wie man immer so schön sagt, die Hoffnung stirbt zuletzt und solange du hoffen kannst, wird auch irgendwann eine Besserung eintreten, manchmal muss man halt etwas dafür tun.
 
Alles Gute für dich und auch wenn die Welt zurzeit 'grau in grau' ist wie deine Stimmung, ist sie in echt doch so voller Farbe, in diesem Sinne…
 
LG Maddox
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#3
Hallo Maddox

Erst einmal danke für Deine Antwort, du hast schon recht, vielleicht sollte ich mir auch einfach meine eigene Umgebung schaffen, aber genau da ist eben auch der Haken, denn so einfach ist das ja gar nicht. Ich habe schon darüber nachgedacht ob ich ausziehen soll aber ich habe Angst, das alles nicht zu schaffen. Ich weiss nicht ob ich wirklich allein klar kommen kann und ob es mir dann wirklich besser geht oder ob es nur noch weiter runter geht.

Ich finde auch, dass mein Freund ruhig mal beim putzen helfen könnte oder etwas kochen schliesslich gehen wir beide arbeiten und nicht nur er allein, aber ich habe einfach nicht die Kraft mit ihm da ständig drüber zu diskutieren also mache ich es eben selbst. Ich schaffe es nicht immer perfekt da auch oft die Zeit fehlt oder ich einfach auch mal meine Freizeit haben will. Ich möchte eben nicht nur zum putzen und arbeiten auf dieser Welt sein sondern auch mal das Recht haben etwas zu tun das mir Spass macht.

Ich habe auch nur noch einen sehr guten Freund der mich auch so nimmt wie ich wirklich bin und wo die Leistung nicht wichtig ist, alle anderen die sich einmal "Freunde" nannten haben mich entweder verlassen oder ich habe sie abgeschossen weil ich erkannt habe, dass sie mich nur ausnutzen wollten. Wahre Freunde sind eben doch so selten wie ein 6 er im Lotto und 10 mal so wertvoll wenn man welche hat. 
Auch ich bin "Viele" aber Du scheinst damit ganz anders um zu gehen und ganz gut damit klar zu kommen, mich würde es sehr interessieren wie das bei Euch so abläuft, wie viele seid Ihr und wie kommt Ihr im Alltag damit zurecht ?

Lg Traumengel
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#4
Hallo Traumengel
 
Beginnen wir mit UNS!
Ihr seid DIS, wie wir das feststellen konnten und zwar mit wirklichen Formen von Innies und Host und was es noch so alles gibt. Man spricht medizinisch gesehen oder Fachärztlich von einem Ereignis das dem Kind widerfahren muss vor dem 6ten Lebensjahr. Damit sich sowas 'bilden' kann. Aber im Grunde ist all das was die Weißkittel da von sich geben, auch nur ein Leitfaden, weil sie es auch nicht zu 100% wissen.
Es ist so, dass ich mit 2 Jahren wegen Speiseröhrenverätzung ins Krankenhaus kam, dort wurde ich meiner Mutter entrissen und erst sehr viel später sah ich sie wieder.
Dies war wohl die Geburtsstunde meiner Veränderung, da auf das psychische Wohl keiner achtete, weil das körperliche im Vordergrund stand. Auch meine Ängste entwickelten sich ab da und nach Jahrzehntelanger Suche, weiss ich ja jetzt wie man jene Veränderung nennt ÄVPS.
Mit 5 Jahren bei einem weiteren Zwischenfall, vernahm ich die Stimme, die schon viel früher in mir aktiv gewesen war, zum ersten Mal deutlich und laut. Ich war glücklich und froh nicht mehr alleine mit all den Ängsten zu sein, mit der Unwissenheit usw.
Im Laufe der Zeit, schlug das Schicksal weiter zu und während der Schulzeit (Mobbing war Alltag) kam ich schon auf den Gedanken, dass jeder ähnliches wohl durchmachen muss, ich erachtete alles aus diesem Blickwinkel und tat es als normal ab. Auf dem Land aufzuwachsen verstärkte wohl den Effekt noch, denn hier gelten noch andere Regeln und Traditionen.
In der Ausbildung, waren wir schon einige, aber wirklich Gedanken machten wir uns nicht, weil alles funktionierte, wir wechselten uns durch, wie wir benötigt wurden, alles ging reibungslos, ohne dass jemals einer der Außenstehenden davon etwas mitbekam.
Erst nach dem Bund, als wir ins Berufsleben einstiegen, zogen wir – ich eine Grenze und wollte normal werden.
Ich verstaute sie in meinen Keller und warf den Schlüssel weg.
Doch sie kamen zurück, einer nach dem anderen und es wurde mir immer schwieriger Möglich, kein Aufsehen zu erregen, weil sie – wie wir selbst feststellen mussten – auch eine Berechtigung hatten, dieses Leben zu leben, sie waren wir, wir sind WIR.
Erst vor mehr als 10 Jahren, nachdem ich versucht hatte mir das Leben zu nehmen, sind wir einen Handel eingegangen, der bis heute anhält und es gibt Tage, da ist alles so still in einem und man könnte denken, dass man sich das alles nur eingebildet hat, doch man muss sie nur 'negieren', bis sie sich wieder melden und es gibt nichts angenehmeres, als zu wissen, dass wir niemals mehr alleine sein werden, auch wenn es dahingehend, noch viele Hürden gibt und auch noch andere Zustände herrschen.
 
Meine Therapeutin damals wollte wissen wie wir uns sehen, und seitdem, aber auch schon vorher haben wir uns wahrgenommen, doch der wohl wichtigste Aspekt an der Sache ist, dass wir keine Persönlichkeiten haben, keine abgetrennten Anteile, wir nicht wirklich wissen, wie viele von uns es wirklich gibt und dass wir uns selbst nicht als Menschlich sehen.
Wir bewohnen einen Menschen, dass wissen wir, aber unsere geistige Form, hat nichts gemeinsam mit der menschlichen Gestalt.
 
Der Alltag sieht folgendermaßen aus, dass sobald wir den Schlafzustand durchbrechen, sind schon andere aktiv und zu jenen stoßen wir. Vergleichbar mit Steuerungsknüppeln und Gerätschaften die sich in der Mitte des Raumes befinden und immer besetzt sind, womit man den menschlichen Körper steuert. Doch da wir nicht wissen, wer alles heute sich mit einbringen wird, oder was alles passieren wird im Laufe des Tages, können wir auch nicht sagen, wer alles da sein wird, wer noch kommen wird, wer wann gehen wird usw. All dies ist für einen reibungslosen Ablauf vollkommend unwichtig. Der wichtigste Unterschied zu euch, liegt wohl daran, dass es in uns keine Mauern gibt, bzw. doch schon und auch Türen, damit sich jeder zurückziehen kann, aber so kann auch jeder für sich entscheiden, in wie weit er heute sich mit einbringen wird oder kann. Jetzt im Moment sind sehr viele 'Online', mehr als es Plätze gibt und so 'stehen' sie dahinter und bringen sich so ein. Keiner wird überhört. Klar gibt es Zensur, weil wir immer schauen müssen, was wir bereit sind zu schreiben und Kinder plappern einfach, aber niemand kommt zu kurz.
 
Mehr in ein paar Tagen, haben wieder mit den Nachwirkungen des Komas zu kämpfen.
 
Bis dahin…
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#5
Ausziehen: Klar wird bestimmt kein Zuckerschlecken, aber niemand beschwert sich mehr, keiner lästert oder meckert weil es nicht sauber ist, du – Ihr seid das wichtigste dann daheim. Alles dreht sich nur noch um euch und man muss keine Kompromisse mehr eingehen. Und was die Wechsel betrifft – wenn uns dieser Ausdruck erlaubt ist – können die vielleicht in einer entspannten Atmosphäre ablaufen. Wissen ja nicht wie das bei euch so ist oder läuft.
Also wir vermissen es höllisch, weil wir eh schon ununterbrochen kommunizieren und dann sollen wir auch noch mit der Umwelt uns unterhalten?! Sie schoben es auf das Stottern oder besser Poltern, eine Untervariante des Stotterns.
Hier ein "Morgen", da ein "Servus", dann ein "Grüß Gott" und dann auch noch die ganzen Smalltalks die wir abgrundtief hassen. Dort wird unwichtiges und oberflächliches besprochen, das nach Beendigung des Talks in keinster Weise mehr relevant ist – Warum unterhält man sich dann darüber! Also es gibt Haufenweise Dinge in dieser Gesellschaft die wir noch immer nicht begreifen, weil jeglicher Sinn und Logik fehlen.
 
Gut Zeit haben wir solange bis es zu Ende geht. Da wir uns nach langem Zögern und tausend Kompromisse suchend, endlich dazu durchgerungen haben, es unserer Fall-Managerin damals auf dem Arbeitsamt mitzuteilen. Die Räder hatten also begonnen zu laufen und 7 Monate später wurde mein EU-Rentenantrag bewilligt, sofort auf unbestimmte Zeit, bzw. bis 2044, bis die Altersrente anläuft.
Somit ist die Existenzsicherung einigermaßen gesichert.
Wir finden es überaus faszinierend, dass viele von euch, also auch ihr, es ohne weiteres aushalten könnt zu arbeiten.
Die maximalste Zeit die ich in einem Betrieb aushielt, war die der Berufsausbildung, danach folgten viele Wechsel und als ich dann mein Hobby zum Beruf machte und bei einer Zeitarbeitsfirma unterschrieb, war es gar nicht so schlecht, weil kein Einsatz dauerte länger als ein Jahr und damit ging es uns besser als vorher, wo man schon in die Zukunft schaut und sich irgendwo sehen muss.
 
Durch den Umstand eine HSP zu sein erschwerte uns oftmals  'Arbeit und Kommunikation' im gesamten. Und keiner Verstand uns, auch weil keiner von 'uns' wusste, weil wir oft genug erleben durften was die Normalos darunter verstanden, bzw. verstehen wollten.
Durch diesen Umstand, dass wir 'alleine' leben (bald wieder) haben wir unseren Tagesablauf nach unseren Wünschen gestaltet. Wir machen nur noch das was wir wollen und wenn wir nicht wollen, dann eben nicht.
 
Für uns galt immer die Devise, wenn du bei etwas mitreden willst oder deine Meinung kundtun willst, dann musst du es mal probiert haben um es wissentlich zu negieren oder um es zu bejahen. Wenn das aus bestimmten Gründen nicht geht ( Wir werden wohl nie zum Mond fliegen und uns davon überzeugen können, ob dort wirklich eine Flagge der Amis steht!) dann holt man sich aus allen möglichen Quellen die besten und gesicherten Informationen – Paranoia ist auch sehr wichtig, wie Skepsis – und bildet sich seine Meinung.
 
In diesem Sinne, vertraut darauf, dass ihr es schaffen könnt und entscheidet euch!
 
LG Maddox
 
PS: ..doch schon heute, weil die Sonne scheint und es uns recht gut geht… J!
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#6
Hallo Maddox

Bei mir läuft das nicht so reibungslos ab, ich kann es nicht so gut zu lassen und denke oft, dass ich mir das alles nur einbilde wie Du schon sagtest wenn es mal ein paar Tage leise ist denkt man sie sind weg und alles war nur Einbildung. Ich weiß ehrlich gesagt zwar wie ich damit umgehen sollte und wie es richtig ist, kann es aber nicht umsetzen. Ich versuche immer mich so normal wie möglich zu verhalten und vergesse dabei oft die anderen von mir. Oft ist es so, dass ich erst recht die Kontrolle verliere wenn ich sie zu lange ignoriere, sie kommen dann einfach vor und ich bin lange und ungeplant einfach weg, sie sind stärker als ich und das macht mir oft Angst.

Darf ich fragen was für einen Handel Ihr vor 10 Jahren eingegangen seid ?

Ich weiß bei mir auch nicht wie viele es wirklich gibt aber ich weiß, dass es eine feste Zahl gibt man sagt es mir nur eben nicht. Wie ist es bei Dir/Euch? Du sagst Ihr habt keine Persönlichkeiten und seht euch nicht als menschlich, wie kann ich das genau verstehen? Ihr seid doch "Viele" nicht abgetrennt und ohne Mauern ok das habe ich verstanden aber keine anderen Persönlichkeiten und nicht menschlich ? Du hörst sie doch oder? Also sie reden mit Dir also sind es doch Persönlichkeiten oder nicht? Kannst du sie auseinander halten, also weißt Du wer gerade mit da ist oder geht alles ineinander über? Sorry wegen der ganzen seltsamen Fragen ich versuche nur zu verstehen.
Bei mir ist es zum Beispiel so, dass jeder einen Namen hat und auch ein Alter (hört sich schon irgendwie verrückt an) ich kenne aber nicht alle und weiß, dass ich bestimmt noch welche kennen lernen muss. Ist das bei Dir auch so ? Gibt es Namen und Altersangaben?

Das waren erst mal genug Fragen für heute auf Euren anderen Beitrag werde ich später noch antworten.

Lg Traumengel
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#7
Frag soviel du willst, fragen kostet noch nichts, eher die Antworten…
 
Rollen wir deinen Thread von hinten auf. Zuerst zu deinen Fragen und zu unserer Person.
Meine Therapeutin wollte dass wir uns benennen, wollte mit nur einem reden, wollte eine Abgrenzung, doch für uns war das nicht wirklich möglich, deshalb haben wir das auch dir geschrieben, weil jene Unterscheidung nicht möglich ist.
Wenn wir an das ICH denken und uns umdrehen, also nach Innen blicken, dann sind immer mehrere an den Steuerungsinstrumenten und blicken sich jetzt gegenseitig an. Andere kommen in den Raum, weil wir uns jene Frage gestellt haben, manche bleiben an der Schwelle ihrer Räume stehen und blicken unentwegt in unsere Richtung.
Deshalb wohl auch die Aussage, dass wir alle nicht vollkommend getrennte Persönlichkeiten sind. Wir sind Teile, Anteile von Persönlichkeiten, Fragmente, klar haben von uns viele ihre eigenen Neigungen, ihre eigenen Interessen, aber alle gehen wir einen Weg, keiner unternimmt einen Alleingang, keiner tut etwas was er nicht mit UNS, also anderen abgesprochen hat und trotzdem wissen wir davon.Und alle die nichts wissen, aus welchen Gründen auch immer werden im Laufe der nächsten Momente durch andere Wahrnehmung informiert. Vielleicht wäre es noch wichtig zu erwähnen, das Sprache nicht unsere 1te Wahl ist um Informationen auszutauschen, sondern eher die Letzte darstellt, denn über die Gefühle und Bilder kann man weit mehr ausdrücken als über das gesprochene Wort, dass erst artikuliert werden muss.
Dann wollte unsere Therapeutin dass wir uns beschreiben, wie wir uns selbst sehen und deshalb wählten wir/sie damals jene Form, weil Impulse, Gedanken, Persönlichkeit nichts zum anfassen ist, also eigentlich auch nicht sichtbar ist. Trotzdem beharrte sie auf eine Antwort und mit der Zeit kristallisierte sich eine plumpe unförmige Masse heraus die eine zudem schleierhaft wirkte. Und selbst heute noch, wenn ich, also wir uns nach innen wenden, sehen wir jene Details nicht, deshalb schrieben wir wohl, dass wir nicht menschlich sind. Weil jeder andere Mensch, auf den wir bisher gestoßen sind, erkennt sich selber als Mensch, als das was er ist. Jedoch wissen wir, dass wir einen menschlichen Körper bewohnen, doch auch wissen wir, dass wir nichts Menschliches an uns haben – also so wie man einen Menschen definiert, Arme, Beine, zwei von jeder Sorte, Kopf, Brust usw. – wir sind Geist oder Seele, oder beides, oder gar nichts.
Man kann nichts benennen in einer Welt, ohne klare Vorstellung von dem was man nicht sehen kann.
Nehmen wir euch, ihr habt Namen, ihr habt Altersstufen, ihr habt Persönlichkeit zurückführend auf den Körper oder Abbilder davon, all das haben wir nicht.
In uns existieren sehr viele 'junge' Wesen (Kinder) die immer dann erschaffen wurden, wenn Wehrlosigkeit oder tiefe Verletzbarkeit gerade im Gange war. Andere übernahmen, gingen den Weg weiter, doch jener Eine blieb zurück und seit seiner Zeit, kann er auch nicht weiter in der Zeit voranschreiten, aber das braucht er auch nicht, weil er zu uns gehört. Wenn es zu viel wird in einer Situation, kann er und all die anderen 'jungen' Wesensanteile fliehen und aus sicherer Entfernung und im Schutz der Anderen die zusätzlich da sind, jenes mit ansehen.
Er ist ein Teil von uns, er wird niemals mehr alleine sein, niemals mehr ohne Schutz sein, niemals mehr etwas ertragen müssen – dafür haben sich mit der Zeit andere herausgetan, aus uns. Sie wurden wie er, wie wir erschaffen und auch du kennst solche, jene die 'stark' sind. Doch in uns ist Stärke gleich Hass.
Desweiteren gibt es viele andere in uns, die "nur" zusehen, nicht mit uns kommunizieren, selbst wenn wir dies mit ihnen tun, manche nur widerwillig und andere sind schon mehr im Jenseits, an der Schwelle und warten auf den Augenblick, dass sie endlich 'loslassen' können. Und es gibt jene die das Kollektiv/die Struktur destabilisieren. Also jene Dunklen, wie wir sie nennen. Zum Glück sind es keine Täterintrojekte, obwohl es manchmal auch sehr störend sein kann, sich gegen jene Andere zur Wehr zu setzen. Deshalb gingen wir damals einen Kompromiss ein, an den sie sich bis heute halten.
 
 
Der Handel war jene Zusammenkunft und war die Geburtsstunde von dem einzigen Ich und den Anderen - wie es wohl bei euch ist - zu dem WIR in uns. Vorher, waren wir auch mehr Ich-bezogen, obwohl schon damals mehr als einer  Anwesend war. Aber es gab mehr Abgrenzung zu den anderen. Die heute einem Meer aus Wassermolekülen gleicht.
Das ICH als Wort oder als Gedanke existiert nicht mehr in uns. WIR sind WIR geworden. Verschmolzen in eine Persönlichkeit mit abertausend Fragmenten von Gefühlen und Bildern.
(Es gibt sowas wie Ausnahmen, aber dahingehend sind wir sehr verunsichert und wissen nicht wie wir damit umgehen sollen. Wir wissen dass wir das aktive Bewusstsein sind, nicht aber wer das Unterbewusstsein ist, egal, doch es gibt in unserem Leben, seit dem Zeitpunkt des selbstständigen Denkens und Erinnerung, zwei Tage, an die wir uns nicht erinnern. Der zweite ist noch gar nicht solange her, was natürlich noch immer immense Diskussionen aufwirft.
Es ist so, dass WIR denken, gar nicht der HOST zu sein, sondern wir alle sind nur jene die durch ihn erschaffen worden sind. Doch unsere Therapeutin meinte damals als es nur einen Vorfall gab, dass es egal sei, ob wir aus ihm erschaffen worden sind, weil wir im Moment jenen Körper am Laufen halten. Wir kümmern uns um alles und wenn jener Host, zu dem keiner von uns Kontakt hat – wenn es so sein soll, nicht bereit ist jenes Leben zu leben, dann haben wir ein Recht darauf es zu leben.
Also du siehst, auch 'wir alle' haben zwei Tage in unseren Leben, an den wir nicht 'on' waren.
 

Darfst du lesen was Dennis schreibt? Ihr müsstet lernen miteinander besser zu kommunizieren, damit sie dir die Angst vor jenen Momenten nehmen können, an denen sie übernehmen und es müsste ein Kompromiss ausgearbeitet werden, damit du trotzdem weiterhin 'on' bleiben kannst und nicht ins tiefe Schwarz zurückgeworfen wirst. Das andere ist, wie weit du selbst das unbewusst willst. Das wäre auch gut sich selbst mal auf die Probe zu stellen und in Intrusionen zu erkennen ob man nicht bei dem Gefühl der Verdrängung eines anderen, die Bereitschaft entsteht lieber gleich zu gehen, oder gleichauf, durch ihn gestärkt, jene Situation mitzuerleben.
Zitat:sie kommen dann einfach vor und ich bin lange und ungeplant einfach weg, sie sind stärker als ich und das macht mir oft Angst.

Hier liest man recht gut heraus, dass du selbst vor deinen Beschützern eine Angst entwickelt hast – was schlussfolgernd wäre, dass du einen weiteren Beschützer vor dem Beschützer bräuchtest. Noch immer regiert die Angst dein Handeln, sobald sie kommen, doch sie sind der Meinung, waren damals der Meinung, womit sie nicht ganz falsch lagen, dich vor jenen Momenten zu schützen. Doch jetzt ist es so, dass sie ein Teil von DIR sind und auch sie haben Bedürfnisse, haben Neigungen und Gefühle und auch sie wollen jene nach außen tragen, deshalb bist du hier gefragt, jedem seine Zeit zu geben. Oftmals reicht es ihnen endlich "Sein" zu können, endlich für ein paar Minuten oder Stunden vorne zu sein. Und nicht immer nur gerufen zu werden, wenn 'Not am Mann' ist, sondern in einer 'Freien' Minute, freiwillig die Kontrolle abgeben, damit ein anderer übernehmen kann.
Je mehr Freiraum man ihnen gibt, desto mehr geben sie einem zurück, so war es bei uns und irgendwann erkennst du, dass du selbst es bist der das will.
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#8
Das mit dem ausziehen hat sich wohl erst mal erledigt, ich habe mich mit meinen Freund vertragen und er ist in den letzten Tagen wieder sehr lieb und hilfsbereit mir gegenüber, so wie früher. Er meckert auch nicht mehr, fast so als hätte er doch langsam verstanden.
Das mit dem Wechsel ich glaube das hat bis jetzt noch niemand gemerkt, bei mir passiert es oft, dass ich draußen und auch auf der Arbeit wechsle, seltsamerweise läuft aber alles normal weiter, es passieren dadurch keine Fehler auf der Arbeit und oft merke ich es nur daran, dass ich Erinnerungslücken habe und Zeit fehlt.
Ich weiß, dass es wohl falsch ist aber ich rede mit den anderen kaum bis gar nicht es irritiert mich oft wenn sie mit da sind und reden, besonders wenn ich nicht allein ( allein im Sinne von anderen realen Menschen) bin. Ich versuche es eben immer geheim zu halten und da stört es sehr wenn ich sie ständig hören kann,da ist es für mich dann doch leichter lieber komplett los zu lassen auch wenn ich immer noch Angst vor dem Kontrollverlust habe.

Zitat:Maddox: Wir finden es überaus faszinierend, dass viele von euch, also auch ihr, es ohne weiteres aushalten könnt zu arbeiten.

Wahrscheinlich sieht das nach außen hin so aus, weil ich immer darauf achte so normal wie möglich zu sein und niemanden etwas merken lasse. Ich habe mich schon oft selbst in heftige Situationen gebracht die ich aber auch noch knapp verstecken konnte, nur weil ich auf der Arbeit nicht absagen kann oder mich krank melden kann, können tue ich es schon aber eben nicht für psychische Dinge, weil ich dann ja auffallen würde und das will ich um jeden Preis vermeiden. 
Ich habe zwar meine Ausbildung von der Prüfung her beendet, war aber das letzte Jahr der Ausbildung im Betrieb komplett krank geschrieben, weil ich den Druck nicht stand halten konnte und habe auch danach nie in diesen Beruf gearbeitet. So viel zu dem Thema, dass ich es ohne weiteres schaffen kann, ich schaffe es nicht ich mache es nur einfach weil es sein muss und ich nicht aufgeben darf.

Zitat:Maddox: Und keiner Verstand uns, auch weil keiner von 'uns' wusste, weil wir oft genug erleben durften was die Normalos darunter verstanden, bzw. verstehen wollten.

Was genau verstehen die "Normalos" denn darunter? Und was genau wollen sie verstehen? Bei mir ist es auch so, dass niemand von den Anderen weiß und habe daher noch keine Erfahrung mit dem was "Normale darüber sagen oder denken. Ich habe auch Angst vor den Kommentaren der "Normalen" wenn sie doch mal irgendwann etwas merken sollten.
Das mit dem Tagesablauf mache ich ( das Wort WIR kann ich irgendwie noch nicht benutzen) auch wenn ich nicht allein wohne aber mittlerweile auch so, dass ich nur dann etwas mache wenn ich es eben will und schaffen kann und wenn nicht dann lasse ich es, ich habe diese Grenze jetzt klar gesetzt und mein freund scheint sie zu akzeptieren zumindest bis jetzt. Ich hoffe es wird so bleiben.
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#9
Ganz kurze Frage, in wie weit ist dein Freund eingeweiht?
 
Einen 'echten' Wechsel gab es bei uns ja nie wirklich, eher ein Gleich auf oder ein 'zu Voll' vielleicht, aber da wir aus keiner festen Materie bestehen ist wohl dieses Bild auch nicht passend.
Hatte schon gefragt, im vorigem Post, ob es dir erlaubt ist, zu lesen was deine Innies schreiben – mit uns…?
 
Wir wollen nicht vorweggreifen, tun es aber trotzdem, ob du darfst oder nicht – lesen!
Aber deine Innies wollen nach Außen auch unerkannt bleiben, wollen auch nicht dass man es bemerkt, deshalb läuft all das was du nicht erlebst, genau in den Bahnen weiter als wenn du doch anwesend wärst.
 
Hier wäre wichtig sich endlich damit auseinander zu setzen, dass du /Ihr nicht zu den 'Normalen' zählst, weil du gewisses Erleben musstest.
Wir denken auch dass du zuviel auf all die Normen und Formen der Gesellschaft hörst und jenem Nacheiferst – sorry für den Ausdruck, aber ihr müsst einen Mittelweg finden, einen der für beide Seiten ertragbar ist, denn im Moment ist noch ein Ungleichgewicht spürbar (lesbar).
Klar dein Freund, ist auch so ein Faktor, den man nicht außer Acht lassen darf, so etwas hatten wir nie und werden es auch nie haben.
Wir wissen nicht in wie weit du zurückgezogen lebst, wie wenig du auf Zwischenmenschlichkeit setzt, deinen Freund jetzt nicht mitgezählt, lauter solche Dinge, weggehen, Kino, oder Cafe, oder Disco usw.
 
Wir waren und sind introvertiert, immer uns am wichtigsten, vielleicht liegt auch hier viel Begraben, dass alles so 'leicht' von der Hand lief.
Wir "Aktiven", also jene die an den Steuerungsinstrumenten hantieren haben sich als wir noch sehr wenige waren, gingen den Kompromiss ein, dass wir 'zuhause' die Kontrolle abgeben und beobachten. Wir traten in den Hintergrund, und ließen jene Andere walten und schalten, vielleicht auch weil wir nie wirklich 'weg' waren und mussten.
Aber wir gaben die Kontrolle 'freiwillig' auf und auch in uns ist es fest verankert in jedem von uns: Nicht aufzufallen!
Somit verließen sie nie die Wohnung selbstständig – gut da gibt es noch andere Gründe, doch die tun hier nichts zur Sache, aber du siehst, sie wollen erwähnt werden.
Und je mehr wir ihnen gaben, desto weniger Zeit war ihnen wichtig, dass sie die völlige Kontrolle hatten. Auch hatten wir etliche Unterbrechungen, also Anrufe, Nachbarn klingelten oder andere Umstände, doch sobald wir es einrichten konnten, standen sie wieder im Vordergrund und durften agieren, nach ihren Vorstellungen.
Warum, weil wir wie du, sie ausgeschlossen hatten, vielleicht mit mehr Macht, mit mehr Einfluss, aber sie traten wieder hervor, und in jenen Momenten, war das "Nichtbemerken" stark gefährdet und wir mussten uns nicht selten nach Hause retten, mussten alles stehen und liegen lassen und uns in Sicherheit bringen.
Bis wir mit der Zeit, wir alle mit der Zeit es begriffen hatten, dass es ihnen nichts ausmacht, wenn wir Aktiven, die selbst durch jene Umstände, aber auch durch die Bereitschaft in uns selbst, mehr wurden, dass wir die Kontrolle aufrechterhalten und alle anderen ihre Wünsche und Äußerungen, Neigungen und Interessen einfach einfließen lassen und wir sie so gut unterbringen, zum Ausdruck bringen, wie es möglich ist.
 
Es kam in der Vergangenheit nicht selten vor, dass man in der Früh erwacht, also die Verbindung mit dem Körper der aus der Schlafphase zurückkehrt und sich langsam alle Aktiven einfinden die für heute Lust und Laune hatten zu agieren, dass im – nennen wir es mal Hauptraum, damit man es sich vorstellen kann – schon eine fette Diskussion geführt wurde.
Dies zeigte uns eindeutig, dass auch wenn das Bewusstsein ausgeschaltet ist, immer noch eine Menge Fragmente bei Bewusstsein sind und es zu Gesprächen kommt.
Und auch wenn wir jetzt im ersten Moment nicht wussten um was es ging, wurden wir durch Gefühle und Bilder, durch die Impulse von Allen sofort aus den aktuellen Stand gebracht.
 
Arbeit:
Wir wollen niemanden irgendetwas einreden oder sonstwas, aber wir haben lange genug versucht mit jener Norm der Gesellschaft mitzuhalten, dass man für seinen Unterhalt auch arbeiten soll und damit man geschätzt wird in jener Gesellschaft und wegen dem sogenannten Image haben wir lange es uns selbst eingeredet.
Dadurch haben wir natürlich im Endeffekt den kürzeren gezogen, weil wir jene in uns die eigentlich wichtiger waren immer in den Hintergrund gedrängt haben, sie mussten warten, sie mussten warten bis wir aktiven unsere Interessen getilgt haben und wenn dann noch Zeit war, was nicht wirklich war, weil wir wieder ins Bett mussten, weil man wieder früh raus musste.
Im Nachhinein können wir all das schreiben, weil wir es jetzt sehen können, können reflektieren und wenn wir es schon früher gewusst hätten, was wir heute wissen, hätten wir schon früher jenen Schritt getan, klar lag es mitunter an den Menschen denen wir begegnet sind, die uns auch dahingehend halfen. Weil nicht wirklich alle, werden dich Verachten oder Schlecht machen, es gibt unter der breiten Masse, Menschen die wollen verstehen und auch wenn sie es nie verstehen können, glauben sie dir und tun ihr möglichstes, damit dein anstrengendes Leben nicht noch von anderen Dingen belastet wird.
 
Und endlich als wir jetzt die lästige Norm der Arbeit abgelegt haben und wir dadurch eine schwere Last und Bürde abstreifen konnten, klar große Sprünge kann man mit dem bisschen was man zum Leben erhält nicht machen, aber dann kann vieles was immer noch im Hintergrund bleiben musste endlich nach vorne kommen und wir werden sehen wie es uns ergehen wird…
 
 
Zitat:was genau wollen sie verstehen?

Nun wir haben es auch Umwegen unseren Eltern gesagt, beigebracht und obwohl sie erst so taten, dass sie es tolerieren würden, hat es sich dann doch gezeigt, dass ich 'jetzt mit der Spinnerei doch endlich aufhören soll und endlich wieder normal werden soll'.
Dies nur Alleine von unserem 'Viele sein' bei uns zuhause.
Dies haben wir in der Vergangenheit auch noch nicht so nach außen getragen, aber jene psychische Störungen die wir noch in uns tragen, obwohl es keine Störungen sind, wir dies aber sagen müssen, damit wir einigermaßen für unsere Eigenarten Verständnis bekommen. Also wir sehen jene Eigenschaften die es uns erschweren in der Gesellschaft zu agieren nicht als Störung an, sondern als eine Veränderung, als Fähigkeiten, die nur wenige inne haben und nur weil unsere Gesellschaft jene Menschen in eine Schublade stecken will, und auch nicht versteht warum und wieso, sprechen sie von Störungen.
Selbst Frank hat erst vor einem Jahr so ein Erlebnis gehabt, was zeigt wie überheblich Menschen reagieren, auch wenn er es ein wenig heruntergespielt hat, als er es uns geschrieben hat. Liegt wohl aber auch daran, dass er obwohl er nicht damit gut klarkommt, es trotzdem nach Außen mitteilt.
Wenn 90 % der Menschheit jene Fähigkeiten hätten und nur 10 % an Normalen es gäbe, würde man jene 10 % auch als gestört bezeichnen. Aber es war schon immer so dass Randgruppen, oder Minderheiten von allen anderen als Nicht-gleich behandelt worden sind. Und wenn sie doch Anerkennung ernten wollen oder Verständnis für ihr 'Anders sein' haben wollen, müssen sie sich unterordnen und in dieser Gesellschaft muss man dann von Störung sprechen.
 
Ihr seid noch kein Wir im gemeinsamen Sinn, sondern nur im körperlichen Sinn.
Solange ihr noch nicht gemeinsam agiert und handelt, werdet ihr weiter Du und all die Anderen Innies sein.
Wir haben es Dennis schon gesagt, wir können euch/dir nur von unserem erlebten erzählen. Ob es auch bei euch so ablaufen kann oder ihr einen für euch zugeschnitten Weg gehen müsst, müsst ihr sehen was sich aus den Kompromissen ergibt, zu denen ihr bereit seid, wenn ihr bereit seid.
 
Hoffnung ist alles was einem bleibt…
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#10
Mein Freund weiß von dem allem gar nichts, er würde das auch nicht begreifen können. Ich weiß es selbst erst seit April diesen Jahres, die Vermutung hatte ich aber schon früher.

Zitat:Maddox: Hatte schon gefragt, im vorigem Post, ob es dir erlaubt ist, zu lesen was deine Innies schreiben – mit uns…?

Sorry das ist mir irgendwie unter gekommen, ich darf lesen was er mit Dir schreibt und auch wenn er mit einem guten Freund privat schreibt es wird kein Chatverlauf gelöscht. Ich darf alles lesen aber oft traue ich mich gar nicht, weil es mir immer noch sehr seltsam vor kommt.

Ich würde von mir selbst jetzt mal behaupten, dass ich nicht zurück gezogen lebe, ich gehe schon ins Kino oder Cafe und auch arbeiten, habe aber nicht sehr viele Freunde und erwische mich immer wieder selbst dabei wie ich mich zum Beispiel auf der Arbeit ein wenig selbst zum Außenseiter mache obwohl ich das schon lange nicht mehr bin. Ich verhalte mich nicht mehr wie der Außenseiter und werde auch nicht mehr wie einer behandelt was wohl auch sehr an meinen jetzigen Verhalten liegt, aber der Gedanke ist immer noch in meinen Kopf und wird wohl auch immer bleiben.

Zitat:Maddox: Wir "Aktiven", also jene die an den Steuerungsinstrumenten hantieren haben sich als wir noch sehr wenige waren, gingen den Kompromiss ein, dass wir 'zuhause' die Kontrolle abgeben und beobachten.

Die Kontrolle abgeben kann ich manchmal zu hause aber nur so, dass ich komplett weg bin und nichts mehr mit bekommen kann, ich kriege Panik wenn wer anderes die Kontrolle hat und ich nichts machen kann es aber mit bekomme. Damit kann ich nicht umgehen.

Zitat:Maddox: Und je mehr wir ihnen gaben, desto weniger Zeit war ihnen wichtig, dass sie die völlige Kontrolle hatten.

Das ist mir auch bei mir aufgefallen, wenn ich sie "da" sein lasse bin ich weniger komplett weg oder wenn ich weg bin dann meistens kontrollierter, sie sagen mir wann sie kommen oder, dass ich jetzt los lassen soll weil wer anders jetzt kommt, wenn ich sie ignoriere, bin ich einfach so weg ohne es zu merken oder mich darauf vorbereiten zu können.

Arbeit: Ich gehe nicht arbeiten damit andere mich schätzen, sondern für mich um mein leben führen zu können und sich auch mal etwas leisten zu können, ich habe nicht den tollsten Job aber ich habe ihn mir selbst so eingerichtet, dass für mich genug übrig bleibt und es ist etwas, das ich eben schaffen kann. Ich arbeite nicht so viel wie normale Menschen und meine Eltern meinen ich soll mir doch einen "vernünftigen Job" suchen aber was ist denn heute ein " vernünftiger Job"? Die große Karriere werde ich wohl nicht mehr machen aber es reicht für mich zum Leben und was andere darüber sagen ist mir egal.
Ich könnte es nie "die lästige Norm der Arbeit" nennen denn eigentlich will ich auch arbeiten gehen, manchmal ist es mir alles  zu viel  aber nur zu hause sitzen könnte ich auch nicht ich brauche die Ablenkung und den Stress, ich brauche es einfach raus zu kommen.

Zitat:Maddox: Also wir sehen jene Eigenschaften die es uns erschweren in der Gesellschaft zu agieren nicht als Störung an, sondern als eine Veränderung, als Fähigkeiten, die nur wenige inne haben und nur weil unsere Gesellschaft jene Menschen in eine Schublade stecken will, und auch nicht versteht warum und wieso, sprechen sie von Störungen.

Ich finde das gerade schon seltsam, denn genau das sagt jemand von meinen "Innies" auch. Irgendwo scheint da ja doch etwas Wahres dran zu sein wen Du/Ihr das nun auch sagt. Ich sollte darüber wohl besser mal nachdenken.
Es ist wahr, dass man für die Menschheit als gestört gilt wenn man anders ist aber nur anders sein ich für mich noch lange nicht gestört. Ich denke da gehört schon mehr dazu aber das können die "Normalos" eben nicht unterscheiden.
Ein WIR sind wir wohl noch lange nicht, da hast DU wohl recht, ich bezweifle ehrlich gesagt auch, dass wir das je sein können.
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#11
Wir denken du machst dich ein klein wenig zum Außenseiter, damit du geschützt bist, wenn Dennis und Co. nach vorne treten und du dann nicht zu Erklärungen gezwungen werden könntest, also so unangenehme Fragen ausweichst.
 
Desweiteren haben wir soviel geschrieben, so viel ausgearbeitet, haben nochmals darüber geschlafen und jetzt nach weiteren 3 Stunden sind wir zu Schluss gekommen, dass es erst mal reicht.
Wir können niemanden zwingen und wollen dies auch nicht, jeder hat ein recht sich so zu entwickeln wie er es für notwendig hält und für alles braucht es Zeit.
Wieder ein schöner Spruch sagt:
"Es passiert nicht auf einmal. Du wirst ganz allmählich du selbst und das braucht Zeit!"
 
Wir fanden viel in der Philosophie, was uns half und noch immer begleitet und führt…
 
"Du bezweifelst…" Bitte keine negative unterschwellige Beeinflussung deinerseits, sei offen für alles. Egal ob es positiv ist oder Negativ - es passiert nur, weil du 'hier' bist.
 
VLG Maddox
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