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Meine Meinung zur Homöopathie
#1
Hallo ihr,


ich persönlich halte nichts von Homöopathie, da es für mich Schwachsinn ist und mir in meiner Kindheit sogar geschadet hat, weil dadurch meine Allergien und mein Asthma zu spät behandelt wurde.
Auch wissenschaftlich konnte keine Wirkung, die über den Placeboeffekt bzw. Placebo by Proxy-Effekt herausgeht gefunden werden.
Wer Infos zu den Studien haben möchte, wird auf dieser Seite fündig: https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/
Eventuell kann es Menschen helfen, die so darauf getrimmt sind, dass Sie wenn es ihnen psychisch nicht gut geht, Tabletten nehmen, dass sie dann stattdessen Homöopathie nehmen, um den Tablettenkonsum zu reduzieren. Eine Freundin hat es darüber geschafft, jedoch sagt Sie auch, dass Sie teilweise trotzdem "richtige" Medikamente braucht, aber Sie allein schon durch die Einnahme ruhiger wird.
Aber wenn man z.B. kleinen Kindern bei jedem kleinen Aua Globuli gibt, lernen Sie, dass Sie Tabletten brauchen, das es ihnen besser geht. Das halte ich für nicht sinnvoll.

Liebe Grüße
Schaf
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#2
Hallo Schaf,

ja, es ist schwierig den Moment zu erkennen, ab wann nur noch Schulmedizin hilft. Gerade bei Kindern. Unsere Kinderärztin kann deswegen Homöopathie und Schulmedizin. Mein Mann und ich würden für einen normalen Schnupfen keine Chemie aus der Apotheke vorziehen, bei einer Allergie darfs aber auch Citrizin sein... Naja, ich beschäftige mich mit Kräutern und habe z.B bei der Wundheilung die Heildauer extrem verkürzt. In vielen Pflanzen aus der Natur stecken die selben Wirkstoffe wie in den Mitteln aus der Apotheke. Allerdings gibt es Erkrankungen, wo auch wir für die Schulmedizin dankbar sind.

LG

N.
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#3
Hallo Nocturne.

ich bezog mich in meiner Meinung ausschließlich auf Homöopathie. Da gibt es z.B. das absurde Mittel "Murus berlinensis“, was gegen Abschottung und Vereinsamung helfen soll. In diesem Mittel sind Teile der Berliner Mauer verarbeitet.
Heilkräuter finde ich zur unterstützenden Behandlung sehr gut.
Ich ziehe auch vor, von evidenzbasierter Medizin, anstatt von Schulmedizin zu sprechen. Es gibt zu Kräutern seriöse Studien, die zeigen, dass diese mehr Wirkung haben, als ein Placebo. Ich trinke z.B. bei einer Bronchitis gerne Thymiantee, da ich mich damit deutlich besser fühle.
Ich finde es auch sinnvoll nicht jede Pille einfach so zu schlucken, sondern die Medikamente kritisch zu hinterfragen. Ich nehme Medikamente ein, die für mich mehr Wirkung, als Nebenwirkung haben.

Liebe Grüße
Schaf
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#4
Hätte ich jetzt auch nicht gedacht, dass da gleich eine Grundsatzdiskussion draus entsteht.

Ich hab' früher auch viele Vorurteile gehabt, die sich auf Schulmedizin, alternative Medizin, Medkamente usw. bezogen.

Nach vielen Erfahrungen mit alledem hab' ich gelernt, wenn's um medizinische Dinge geht, sehr offen zu sein und gleichzeitig sehr kritisch und besonders von ideologischen Argumenten Abstand zu nehmen.

Warum?

Ich hatte von 4 bis ca. 12 Jahre eine chronische Erkrankung, die alles Andere als harmlos war. Ich war eigentlich meine ganze Kindheit, die ich erinnern konnte, dauerkrank. Ich wurde von Arzt zu Arzt geschleppt, Fachärzte, Tests, Kliniken, Untersuchungen, Operationen und geplante Ops und mit Pillen vollgestopft, die die Pharmaindustrie natürlich massenweise produziert und verkauft und verkaufen will. Naturheilkunde war damals verpönnt und es gab nicht das, was es heute gibt: Schulmediziner, die auch Naturheilkunde gelernt haben und praktizieren. Es war eine Art Glaubenskrieg. Entweder man eiferte der Schulmedizin nach und galt als modern und wissenschaftlich oder man wurde Heilpraktiker, wurde fast mit der Esoterikrichtung gleichgestellt, knapp über'm Kurpfuscher eingestuft. Patientenwohl war untergeordnet. Ärzte fühlten sich in ihrer Autorität untergraben, Heilpraktiker machten trotzdem weiter, weil viele Patienten nach der Schulmedizin nicht mehr weiterkamen und immer noch krank waren und nach dem letzten Strohhalm griffen.

Bei psychischen Erkrankungen war's ebenso: Glaubenskrieg. Die einen Verfechter von Psychopharmaka, die anderen Verfechter von Psychotherapien, am besten gleich das ganze Leben lang, damit ja nichts verdrängt bleiben kann. Gespaltene Lager, sich gegenseitig mit Dreck bewerfen und der Patienten saß zwischendrin und spielte eigentlich keine Rolle.

In der Medizin geht's immer um viel Geld und dementsprechend wird nicht mit Propaganda, mit Werbung und Hetze gegen Konkurrenz in der Gesundheitsindustrie gespart. Patienten sind für viele nur Nutzvieh und nicht mehr.

So, was ist passiert?

Nach vielen Jahren Schulmedizin und der Schinderei, war ich so traumatisiert und ausgelaugt, dass ich nur noch sterben wollte. Meine Mutter war verzweifelt, denn es ging mir trotz all der Schachteln an Pillen, die ich verabreicht bekam, kein bisschen besser, sondern immer schlechter. In der Schule war ich kaum und wenn ich dort war, hing ich nicht Wochen und Tage hinterher, sondern Monate und Jahre. Meine Zukunft sah äußerst düster aus.

Als man weitere äußerst heftige Op durchführen wollte, platze meiner Mutter der Kragen. Einen Tag zuvor waren wir im Krankenhaus zur Untersuchung und der Arzt hatte keinen Plan, was los war. Schickte uns heim. An nächsten Tag hatte man Besprechung gehabt und das werte Kollegium hatte beschlossen, nun zu wissen, was zu tun wäre und bestellten mich telefonisch für den übernächsten Tag zur Op ein. Meine Mutter war entsetzt, was sie nun wieder geplant hatten, wenn sie einen Tag vorher nicht mal einen blasen Dunst hatten, was das Problem ist.  Sie sagte, dass sie sich das erst überlegen müsste und ließ die Uniklinik Uniklinik sein und meldete mich beim Heilpraktiker an. Die Mund-zu-Mund-Propaganda spuckte einen Namen aus. Der Heilpraktiker war in der nächsten Kleinstadt und es hieß, dass er sein Geschäft verstünde....

Meine Mutter hat mich da im Prinzip mit Gewalt hinschleppen müssen, ich wollte nicht zu dem "Waldschrat" mit seinen Kräutern und Tinkturen und schrie sie an, dass sie eine "alte verrückte Waldhexe" sei, die mir mit ihren Heilkräutern weg bleiben soll. Aber sie setze sich durch, da half alles Geheule nix. Meine Mutter wollte, dass ich eine Zukunft habe und die hatte ich seit Jahren nicht. Ich konnte ja kaum die Schule besuchen, ich konnte kaum ein Wort richtig schreiben, im Rechnen waren alle voraus, ich konnte in der 3. Klasse nicht ein Wort zusammenhängend lesen, vor lauter Kranksein war der Schulbesuch oft nicht möglich und wenn ich da war, saß ich da drin und verstand nur Scheune. Außerdem ging's mir dreckig.

Dann wurde ich dort vorgestellt, bei dem Waldschrat und die machen seltsame Tests, die ich nie im Leben jemals erlebt hatte. Sie wollten kein Blut, sie wollten in meine Augen sehen und was  weiß ich, was da noch war. Es war jedenfalls fast nix Unangenehmes dabei. Ich fand diesen Heilpraktiker einfach nur zum Davonlaufen. Meine Mutter redete mit ihm und ich hätte ihr an die Gurgel gehen können, dass sie mich da hinschleppte.  Er hat dann noch eine blöde Bemerkung gemacht, für die ich in insbesondere verabscheute. Der war sowas von unten durch bei mir.

Es gab keine Globuli und keine Tabletten. Sondern es gab ein paar Spritzen mit Naturheilmitteln, unter anderem Homöopathie und jede Menge ganz feine Akupunkturnadeln.

Ein Jahr durfte ich da antanzen. Es hat jedes Mal 50  DM gekostet, das war damals ein Haidengeld und meine Mutter kratzte das Geld mit aller Mühe und Not zusammen. Am Ende waren es 1000 DM, die weg waren.

Und ratet, was passiert ist: Ich war kerngesund. Ab diesem Tag war ich mindestens  15 Jahre kein einziges Mal mehr krank, nicht mal mehr einen Schnupfen hab' ich bekommen. Ich holte in der Schule auf, wurde immer besser, lernte Schreiben und Lesen, Mathe, am Ende machte ich mein Abi und studierte, schloß mein Studium ab.... Dinge wurden möglich, die man nie zuvor für möglich hielt.

Später, als ich schon psychisch krank war, war ich in der besten Traumaklinik des Landes und ratet mal, womit sie auch arbeiten: Homöopathie. Dort ist alles supermodern, die Klinikleitung hat einen sehr guten Ruf in der Wissenschaft und lässt nix auf sich kommen und die haben  da einen Heilpraktiker im Team, der mit Erlaubnis von oben, die Patienten mit Globuli behandeln darf. Es gibt außerdem  Akupunktur durch eine Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie.

Ich ließ mich breit schlagen:

Dachte, das bringt doch echt nix, die Bauchschmerzen, die ich habe, kommen halt von der Psyche. Fast 1 1/2 Stunden hat man bei mich ausgequescht, tausend Fragen gestellt und dann Globuli ausgesucht. Ich hab' die einmal genommen und das Bauchweh war weg, wie weggeblasen. Ich konnte es nicht glauben. Damit hatte ich nicht gerechnet.

Beim Innenohrschaden das gleiche Spiel: Überall hieß es nur: Wenn's jetzt nicht vom Kortison besser wird, dann bleibt's so. Bin zu meiner jetzigen HNO-FA gegegangen und  die eine der besten Ärztinnen für HNO in Deutschland, hat immer die neuesten Geräte und ist Schulmedizinerin und Naturheilkundlerin. Das dazu zu lernen, hat sie mindestens 5 Jahre Zeit gekostet, war harte Arbeit. Sie ist selbst krank und pfeift auf die Schulmedizin, weil sie ihr nicht helfen konnte. Sie macht auch alles, was nötig ist, aber sie macht weitaus mehr.

Homöopathie wirkt. Das ist in vielen Studien nachgewiesen worden, nur wusste man bisher nicht wie. Man geht derzeit davon aus, dass es über Biophysik läuft und dass der Wirkmechanismus irgendwann durch die Forschung komplett offengelegt werden kann.

Deshalb zahlen das mittlerweile soviele Krankenkassen.

Es gibt 'ne ganze Menge neue Dinge in der Medizin, die heute futuristisch anmuten, aber die von einigen Leuten schon gemacht werden. Dazu gehört eben die Biophysik, keine einfache Kost.

Ich hab' damit Erfahrungen gemacht, auch mit der Diagnostik durch Scannen des Körpers. Da kommt viel, was heute noch keine schulmedizinische Anerkennung hat, aber ich denke, dass das noch kommen wird.

Natürlich wird das von vielen Leuten abgelehnt. Die Schulmediziner sind so sozialisiert worden, dass alternative Medizin Schrott und Geldmacherei und unseriös ist, nix hilft, aber schadet. Und jetzt sollen sie plötzlich das lernen, was so lange von der  Schulmedizin nur belächelt und verspottet wird. Dieses Umdenken wird dauern und nicht jeder Arzt wird da noch umlernen.

Ich hab' in der Medizin soviele Irrtümer erlebt, dass ich heute sage: Man muss offen sein und man muss genau prüfen, was da angewendet und geraten wird.

Mir hätte man viel ersparen können, wenn die Schulmedizin damals offener gewesen wäre. Auch viele Ärzte haben das erlebt, dass ihren Patienten durch die Schulmedizin nicht geholfen werden konnte, aber durch alternative Medizin schon und dann kamen sie ins Nachdenken und haben das selbst gelernt, wenden das heute auch an und es gibt  Einsatzbereiche für die Schulmedizin, wo die klar besser ist, und es gibt Einsatzgebiete, wo man mal besser Alterantiivmedizin einsetzen sollte.

Letztlich ist es doch so:
Schulmedizin kostete in der Regel nichts für Patienten oder nicht viel. Der Heilpraktiker kostete sehr viel Geld. Man muss davon ausgehen, dass die Leute da nur hingingen, wenn sie bei der Schulmedizin nicht weiterkamen.

Ich dachte früher auch, dass das nix bringen kann, aber dann sah ich im Fernsehen, im ZDF damals, in grauer Vorzeit ein Interview mit einem angesehenen Medizin-Prof. von der Humbold-Universität in Berlin (?), bin nicht mehr sicher, und er sagte ganz klar: "Wir konnten in Studien nachweisen, dass Homöopathie wirkt, aber wir wissen nicht, wie das funktioniert. Das müssen wir durch weitere Forschung heraufinden.".

Das sagt diese Seite auch:

https://christinkoehler.com/endlich-ist-...d-zwar-so/

Warum man dann soviel Kritik dazu hört:
Weil so ein eingefleischter Schulmediziner und Pharmakologen sich das gar nicht vorstellen konnten, dass sowas Verdünntes noch wirken kann. Die denken rein chemisch orientiert. Mit Biophysik haben die nix am Hut. Das ist für die völlig fremd. Ich kenne einen Manager von einem großen Chemie-Konzern, die machen Lacke, Farben und Medikamente. Für die war's bisher ethisch ausgeschlossen, in Naturheilmittel zu investieren. Die haben eine hochentwickelte Forschung und Entwicklung und für die ist das ein Frevel und Ketzerei, sich mit Globuli abzugeben, weil das für die völlig strange und unseriös ist. Sie sind Premiummarke und wollten nicht mit sowas in Verbindung gebracht werden. Das ist unter ihrer Wrüde. Dann hab' ich ihn aufgeklärt und er hat Bauklötze gestaunt. Für die war das schlichte Scharlatanerie, die Menschen um Geld bringt, aber nix hilft und damit wollten die nix zu tun haben. Als er durch mich sah, was da für ein Heilungspotential drin steckt und welche Absatzmärkte obendrein, gingen ihm die Augen über.

Das sind alles recht billige Methoden und Mittelchen, die viel helfen können.

Ich glaube, dass man sich nicht mit irgendwelchen Reden abhalten lassen sollte, sich 'ne eigene Meinung zu bilden und vor allem genauer nachzufragen, wer was anbietet und vermarktet.

Ich nehme heute von allem, was ich kriegen kann, das Beste und ich suche mir die besten und modernsten Mediziner, die umfassend behandeln, die vernüftig sind und die mir Rede und Antwort stehen, die Behandlungserfolge erbringen.

Es geht genau darum, das Beste für sich rauszusuchen und da auch mal kritisch nachzufragen, ein mündiger Patient zu werden, der Arzt muss helfen, im Gesundheitsdschungel die Vorteile und Nachteile richtig abzuwägen und darf nicht selbst ideologisch befangen und engstirnig sein. Das ist das Wichtigste, dass es ihm um meine Gesundheit geht und nicht um seine ideologische Überzeugung.

Wenn man natürlich schlechte Erfahrungen damit gemacht hat, ist man anti eingestellt. Das  ist klar und kann auch niemanden überraschen. In jeder Branche gibt's Leute, die unsachgemäß sind und die  verantwortungslos oder fehlerhaft arbeiten und dann müssen es andere ausbaden. Diesen Faktor menschliches Versagen werden wir nie los, schon gar nicht in der Medizin. So sind die Erfahrungen eben auch einzelfallabhängig. Ich würde ohne den Waldschrat sicher schon lange nicht mehr leben und es wäre mir - solange ich gelebt hätte - dreckig ohne Ende gegangen. Meine ganzen Traumatisierungen aus der Schulmedizin, wo ich mir meine DIS eingefangen habe, hätte ich auch nicht von Homöopathie und Akupunktur und ein paar Heilpflanzen. Insofern gibt's da wohl keine Gesetzmäßigkeiten. Als ich jetzt die Krankenkasse gewechselt habe, hab' ich mir eine ausgesucht, die alternative Medizin zusätzlich übernimmt.

GlG

GGG
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#5
Hallo GGG,

ich bin gerade ein wenig genervt, von deiner Antwort, weil ich mich wie auch deutlich gesagt, rein auf Homöopathie bezog.
Ich habe mir die Argumente auf der von dir verlinkten Seite durchgelesen und diese sind alle sehr leicht zu widerlegen oder so entkräften mit ein wenig Internetrecherche, z.B. zu den Studien: https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/wid...n-beispiel

Darf ich fragen, was für eine Erkrankung du gehabt hast, als du klein warst?

Und was ist die beste Traumaklinik des Landes?

Ich finde es schön, dass du durch Alternativmedizin geheilt werden konntest.

Schaf
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#6
Liebes Schäfchen,

echt jetzt? Murus berlinensis ... Oooooooookkkkkaaaayyyyyy... Wenn der Glaube daran hilft, dann ist ja gut ... Es gibt Leute, die glauben daran dass hilft was Besonders ist, besonders berühmt, besonders ausgefallen, besonders teuer, besonders mühsam, besonders exklusiv usw.. Manchmal beneide ich solche Leute, weil es ihnen mit Hokuspokus so einfach besser geht. Wenn man misstrauisch und wissenschaftlich ist, dann hat man es sehr viel schwerer die richtigen Mittel zu finden. Aber es ist auch nicht so gefährlich irgendwelchen Scharlatanen in die Hände zu fallen. Zugegeben, als Teenager war ich bei einer Kinesiologin und sie hat eine Borreliose, eine Quecksilbervergiftung festgestellt, eine Laktoseintoleranz (damals wusste noch niemand was das ist).Bluttests beim Schulmediziner haben alles bestätigt. Jedenfalls wurden nach der Entgiftung die Migräneattacken sehr viel besser. Ich pendel auch... Wobei mir meine Oma erklärt hat, dass viele Informationen unbewusst vorab vorhanden sind und das alles lediglich Mittel sind, diese Infos anzuzapfen und nach außen zu zeigen. Alles keine Zauberei :-9 und letztlich ganz unromantisch.

Was hältst du von der Psyche? Ist das auch ein pseudo-wissenschaftlicher Mythos? ... Ok aber die Frage ist jetzt hier fehl am Platz. Geht ja um Homöopathie hier. Ich hab mir nur heute Mittag diese Frage selbst gestellt, weil eine Trauma-Therapeutin mir mehrere Dinge so wissenschaftlich an nem Flip-Chart erklärt hat. Da hab ich mich automatisch gefragt, wie diese Theorie mit Anteilen und deren Dynamik wohl wissenschaftlich belegbar ist...

LG

N.
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#7
Hi Schaf,

sorry, ich wollte Dich nicht nerven.

Ja, ja, da wird kontrovers diskutiert.... Ich bin nur ein Medizin-Laie und kenne beide Lager.

Was ich dann drauf kippen kann, sind meine persönlichen  Erfahrungen und da muss ich halt sagen: Nö, bei mir war kein Placebo-Effekt dabei und auch kein Glaube an Homöopathie oder sonstige alterantiven Therapien oder Naturheilkräuter oder sonstiges. Es gibt bei mir klare Behandlungserfolge durch alternative Medizin. Und diese kamen erst zum Einsatz, als die schulmedizinischen Möglichkeiten komplett versagt haben. Und da muss ich sagen, dass mir die größten Schäden in der Schulmedizin verpasst wurden und ich aber trotzdem diese als berechtigt ansehe, das sie in vielen Fällen ja gute Hilfe leistet. Nur ist es für mich nicht abschließend, sondern ich lasse mich gerne auch anderswo behandeln, wenn die Erfolge vorweisen kann. Und ich hab's halt selbst erlebt und es war unglaublich, was da passiert ist.

Welche Krankheit ich als Kind hatte, möchte ich nicht sagen, aber es war ernst. Es war so ernst, dass ich heute mit Sicherheit nicht mehr leben würde, wenn ich nicht bei diesem Heilpraktiker gelandet wäre. Mein Weg wäre gewesen, sehr lange chronisch krank zu sein und dann auf einer Organspendeliste zu landen, wo ich entweder ein Organ bekommen hätte und eine Transplantation gebraucht hätte, mit allen Nachteilen,  oder ich wäre gestorben und auch das sehr grauselig.

Welche die beste Traumaklinik des Landes ist, werde ich nicht öffentlich in einem Forum schreiben, denn dies würde dazu führen, dass innerhalb von kurzer Zeit diese Klinik total gestürmt würde. Das wäre ein Wettlauf, wer da zuerst anruft und die übrigen Hilfesuchenden blieben auch unversorgt. Wenn eine Klinikadresse von dieser Qualität erst mal im Internet allen zugänglich ist, dann ist sie nix mehr wert. Darum hab' ich es in der Vergangenheit so gehalten, dass ich die nicht rausgebe, nicht offiziell in Foren. Bisweilen hab' ich sie aber  an einzelne Menschen weitergeben, wo ich der Meinung war, dass da die Not extrem groß war, dass jemand nicht mehr lange überlebt und dass er die Adresse besonders nötig hat. Und selbst bei den Leuten, denen ich diese Adresse geben habe, konnte ich auch nicht garantieren, dass man ihnen dort hilft, weil die natürlich wie jede Klinik in Anfragen ertrinken. Es gibt da immer wieder Aufnahmestopps, an denen auch ich nix ändern könnte.

Ich würde weder die Schulmedizin noch die Naturheilkunde verteufeln oder als einzig wahre Lösung verkünden. Ich denke, dieses "Pendeln zwischen den Angeboten" und die Ärzte, die beides können, sind sehr zu empfehlen.

Medizin spielt sich immer in der kleinsten Dimension ab. In Zeiten von Epigenetik und Nanomedizin überrascht mich sowas wie Bipphysik und orthomolekulare Medizin nicht.

Ich war gestern beim Schulmediziner, mein Hausarzt ist einer, er konnte mir mal wieder null weiterhelfen. Alles, was er an Untersuchungen machen konnte, war mal wieder völlig ohne Befund. Das hilft mir dann auch nix weiter, wenn auf'm Papier und im PC steht: Nach Schulmedizin nix zu finden, obwohl's der Patientin hundsmiserabel geht.

Jetzt geh' ich demnächst dann zur HNO, die die ganzen Naturheilverfahren kann und macht, lass' mir meinen Körper scannen. Das kostet mich dann ca. 10 Euro extra und nach 90 Sekunden hab' ich dann klare Ergebnisse, ohne Blutabnahme, ohne Ausziehen, ohne in mir rumstochern, ohne Röntgenstrahlung und ohne Pipi-Probe oder sonst was. Drei Überweisungen hätte mir der Schulmediziner gestern mitgeben, wo ich mich überall hätte untersuchen lassen können und ich hab' dankend abgelehnt.

Wenn die Schulmedizin nun so Schönes anzubieten hätte, würde ich verstehen, warum man darauf so pocht. Wenn man aber mal wie ich sein Leben in der Medizinmühle verbracht hat, dann ist man da wohl deutlich kritischer geworden.

Ich verstehe  Dich, denn ich wollte auch kein Asthma haben, weil irgendwann einer zu lange auf Naturheilkunde gesetzt hat, wo man eigentlich schon richtig hätte behandeln müssen. Du darfst es nun ausbaden und da würde ich auch einen Hals kriegen, wenn ich mit dem  Thema konfrontiert wäre.

Mir geht's aber ebenso mit der Schulmedizin, daher nix für ungut. Es war nicht meine Absicht, Dir blöde zu kommen.

:-)

GGG
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#8
Sorry, aber an der Stelle da:

"Welche die beste Traumaklinik des Landes ist, werde ich nicht öffentlich in einem Forum schreiben, denn dies würde dazu führen, dass innerhalb von kurzer Zeit diese Klinik total gestürmt würde. Das wäre ein Wettlauf, wer da zuerst anruft und die übrigen Hilfesuchenden blieben auch unversorgt. Wenn eine Klinikadresse von dieser Qualität erst mal im Internet allen zugänglich ist, dann ist sie nix mehr wert..."


mussten wir uns gerade, aufgrund der absoluten Selbsteingenommenheit der Behauptungen, echt weglachen... nix für ungut.  Engel
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#9
Ist laut Krankenkasse das Waldschlösschen in Dresden und die Charité in Berlin und die Klinik in Mannheim... Weil, sagt meine Krankenkasse, das die einzigen sind die den Mumm haben zu konfrontieren. Dann gibts noch nebst Göttingen eine andere sehr renommierte Klinik für Trauma und Sucht (das ist die Vitus-Klinik). Wobei berühmt ja nicht gleich gut bedeutet. Hab jetzt 30 Kliniken durchtelefoniert und hab entsprechend Wartezeit, Aufenthaltsdauer, Therapieangebot, Notfallhilfe usw meine eigene Hitliste erstellt. Bei Trauma und Sucht gibts nur 10 Kliniken und insgesamt muss ich sagen, mir ist Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft und Informationen (hab teilweise gleich mit Chefärzten, Stationleitung, Institutsambulanz ...) wichtiger als so ne versnobte, genervte, eingebildete Verwaltungstussi. Ich kann bei der Suche nur empfehlen eine Tabelle zu machen mit verschiedenen Spalten und Kategorien und dann durchzutelefonieren. In Kombination mit dem Internetauftritt bzgl Therapiemethoden gibt das ein ganz gutes Bild. Ich hab meine 4 Lieblingskliniken so rausgefiltert. Notfalls bewerbe ich mich da. Wobei ich mich am Liebsten mit 3 Wochen Kriseninternention wg SV und PTBS und drei Wochen Suchtstation als Tagesklinik durchmogeln will und danach ne ambulante Trauma-Therapie machen. Ich kann nicht 6 Wochen Minimum und bis zu 18 Wochen maximal ne stationäre Behandlung machen. Ich hab hier soviel, das ich brauche und wo ich gebraucht werde.

LG

N.

Sorry... War voll off-topic. Das Thema war ja murus berlinensis... Das hat mir heute echt den Tag gerettet :-9

LG

N.
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#10
Bei Homöopathie kann mich nicht kontrovers diskutieren, da schlicht kein Wirkstoff vorhanden ist. Das ist ein reiner religiöser Glaube, nicht mehr aber auch nicht weniger.
Der Glaube kann Berge versetzen, es aber auf Zucker zurückzuführen oder sonstige Öle und Klimbim ist quatsch. Was mich nur richtig richtig sauer macht, ist wieviel Geld in so einen schwachsinn investiert wird und dass das nicht begrenzt wird ode runter aufsicht gestellt wird.
Und was ich auch ziemlich nervig finde von menschen die homöopathie als dauerzustand im kopf haben, ist dass sie es absolut jedem erzählen müssen. Geltungsbedürfnis, von solchen menschen halte ich mich fern.
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#11
Hallo

Zitat:Schaf: Da gibt es z.B. das absurde Mittel "Murus berlinensis“, was gegen Abschottung und Vereinsamung helfen soll. In diesem Mittel sind Teile der Berliner Mauer verarbeitet.

Also ich halte nichts von Homöopathie, ich habe es auch nie ausprobiert, muss ich auch nicht, ich bin ja für vieles offen, aber damit könnte ich mich nicht anfreunden.

Hätten Sie gewusst, dass sich hinter dem homöopathischen Präparat „Blatta orientalis“ eine Kakerlaken-Art verbirgt? Die Ausgangsstoffe von Globuli sind teilweise abenteuerlich. Von Hundekot bis Krötengift: 

Die Homöopathen, Dr. Hans Eberle und Friedrich Ritzer, raten außerdem bei Schwangerschaftsübelkeit und Blasenentzündung zur Einnahme des Präparats „Placenta Humana“ - zu Deutsch Mutterkuchen.

Quelle:  Hamburger Morgenpost
https://www.mopo.de/ratgeber/gesundheit/...ln-4099474

Also mal wirklich, wer glaubt von Euch bitte, dass die Berliner Mauer einen heilen kann, nur weil sie in stark verdünnter Form verabreicht wird. Noch schlimmer finde ich Hundekot und Kakerlaken, wie krank ist dass denn bitte ????? :Pouting Face 2:

Wer mich von Homöopathie überzeugen will, der muss mir vorher reichlich Drogen verabreichen, sonst wird das nichts. Bomb

[Bild: Seelenwanderer-2-12.png]
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#12
Hallo ihr,

ich finde es schön, wenn einigen Menschen hier Homöopathie geholfen hat, aber ich wiederhole mich hier gerne nochmal, es gibt eine sehr eindeutige Studienlage, dass die Wirkung von Homöopathie rein auf Placebo und Placebo - by - Proxy basiert. Wenn man bei einem Kind pustet, wenn es eine Wunde hat, wird der Schmerz beim Kind besser, obwohl das pusten an sich wirkungslos ist.
Ich habe schon viele Menschen gehört, die mir sagen wollten, dass ich meine körperlichen chronischen Erkrankungen mit Homöopathie heilen soll und war dann sogar mehrfach bei einer Ärztin, die gleichzeitig auch Homöopathin ist. Sie hat sich sehr viel Zeit für mich genommen, aber Sie hat mir dann gesagt, dass die Homöopathie bei mir nicht wirken kann, weil ich so viel kortisonhaltige Medikamente nehme. Als ich fragte, ob ich sie dann absetzen soll, meinte sie panisch, auf keinen Fall. Immerhin war ihr bewusst, was die Grenzen dieser Behandlung sind. Die Heilpraktikerin meiner Mutter hätte mich die Medikamente alle absetzen lassen.

Gibt auch noch ein schönes Video auf Youtube dazu, die homöopathische Notaufnahme: https://www.youtube.com/watch?v=Uvvp2lYz1J8

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Offtopic:

Hallo Nocturne,

sorry, das ich so auf Thema des Threats gepocht habe. Wollte es von anderen alternativen Heilungsmethoden abgrenzen.
Vielleicht sollten wir zum Thema Traumakliniken ein eigenes Thema erstellen, aber danke, dass du hier deine Rechercheergebnisse geteilt hast.
Ich würde nicht in eine Traumaklinik rennen, nur weil mir irgendjemand erzählt, dass die toll sind, sondern mir erstmal angucken, was die dort für ein Konzept haben und ob das zu mir passt.
__________________

Liebe Grüße
Schaf
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#13
Wer's nicht nehmen will, braucht's ja nicht zu nehmen.

Und ja, natürlich fahren da auch Trittbrettfahrer mit. Die Bösel aus der Berliner Mauer helfen sicher nicht gegen Einsamkeit, weder in Form von Gobuli, Tabletten, Tropfen oder als feingeriebener Käse.

Dass es sich um einen reinen Placebo-Effekt handeln sollt, ist an den Haaren herbeigezogen. Das wird immer wieder gerne behauptet und viele glauben das einfach so.

Dann muss man sich mal überlegen, dass es auch Tierheilpraktiker gibt, die auch Globuli verabreichen und es wirkt auch bei den Tieren. Jetzt soll mir mal einer den Placebo-Effekt bei einem Hund erklären, der 'ne Hautkrankheit hat, die der Tierarzt nicht wegkriegt und die nach ein paar Tagen Globuli merklich zurückgeht und dann verschwindet.

Das hat mit Glauben überhaupt nichts zu tun. In dem Bereich findet man - wie überall - Leute, die es drauf haben und andere, die rumspinnen.

Ich bin ziemlich froh, dass ich 'ne Ärztin habe, die sich darauf versteht, weil es außer Gingko und Homöopathie nix gibt, was man noch nehmen könnte und zum Glück hilft es was. Und ja, mit Kortison zusammen wirkt es nicht und wenn man was Gefährliches hat, dann ist das Kortison natürlich dran, aber dann muss man auch sagen, was das alles für Folgen haben kann. Im Vergleich dazu ist Homöopathie ziemlich billig und ungefährlich. Deshalb: Wenn die Schulmedizin nichts im Angebot hat, dann nehm' ich Globuli.

Und das Meiste, was man da kriegt, sind irgendwelche Mineralstoffe oder Pflanzen.

Ich hab' seit dem Hochsommer massive Knochenprobleme. Mir hat alles weh getan, alle Gelenke, alle Knochen. Ich bin zum Arzt, erst mal langes Gesicht gemacht, wovon sowas kommen kann. Der denkt schon die ganze Zeit, dass ich Krebs habe, schickt mich zu jeder Vorsorgeuntersuchung, die er finden kann.... Rheuma und alles Mögliche angedacht bis hin zum Knochenkrebs.... Oh Mann...

War ich bei meiner HNO mit ihrem Naturzeugs. Hat sie mir im Bio scann swa (Ist ein Markenname, neues Gerät, noch keine schulmedizinische Anerkennung bisher, aber sie arbeiten dran), hat im Scann gesehen, was los ist, hat mir ein homöopathisches Medikament verschrieben, kostet bei der Versandapotheke ein paar Euro, aber sicher nicht mehr als 10. Genommen: Knochen tun nicht mehr weh und Gelenke auch nicht. jetzt kann ich endlich wieder schmerzfrei laufen, vorher konnte ich fast nicht mehr laufen. Der Witz ist, dass dieses Medi gegen Erkältungskrankheiten wirkt und eben auch bei anderen Sachen, aber da muss man sich auskennen.

Ich denke, wer das alles für Spuk hält, der soll's halt sein lassen. Ich bin jedenfalls sehr froh, dass es das gibt.

Und zum OT:

Alle diese Kliniken findet man locker im Internet und noch viele mehr. Das ist aber das Problem an den bekannten Traumahochburgen: Endlose Wartezeiten und dann wird man, sofern man nicht VIP-Patientin ist, mal schön wie auf dem Fließband abgefertigt.

Das ZI ist 'ne schöne Sache, wenn man nur DBT sucht und Konfrontationen nach Foa haben will, was die brutalste Aufarbeitungsmethode ist. Innere-Kind-Arbeit, Arbeit mit  Anteilen lehnen die ab und zwar konsequent. Dort sind schon viele mit einer  hammerharten DIS gescheitert, entweder gar nicht erst aufgenommen worden oder die Behandlung ging schief. Charite Berlin?  Das Gleiche in grün. Waldschlösschen hatte früher einen guten Ruf, dann wechselte die Leitung, dann war's weniger gut, was inzwischen dort los ist, weiß ich nicht.

Da könnte man die Liste der bekannten Traumakliniken alle abklappern, die meisten, die haben ewige Wartezeiten bzw. ist es  dann nicht so dolle.

Dafür gibt's aber andere Kliniken, die sind im Internet nicht zu finden, in keinem Forum stehen die. Das sind relativ gut geheimgehaltene Insidertips, die Dir Leute nur mitteilen, wenn sie Dir echt vertrauen und Dich gut, gut leiden können. Solche Adressen muss man sich verdienen.

Ich hätte in einer bekannten Traumahochburg an der Wartezeit vorbei aufgenommen werden können, weil ich dort 'ne Patientin kannte, die für mich dort ein gutes Wort eingelegt hatte. Aber ich konnte das nicht mehr, weil es gibt da hauptsächlich auch Gruppe und kaum Einzel. Deshalb hab' ich keinen Gebrauch davon gemacht, aber eine Mail dorthin hätte gereicht. Ich hab's nicht mal genutzt, weil mir das Angebot nicht gepasst hatte.

Unter einer richtig guten Klinik verstehe ich was Anderes, z.B. dass man 4 mal die Woche Einzel hat, dass man von der Gruppe befreit wird, dass man ein Einzelzimmer kriegt bzw. ein Doppelzimmer gesperrt wird, man eben ein Einzelzimmer draus macht, dass man nach der Station betreut wird, dass man direkt von der Leitung behandelt wird, dass man keine Dienste machen muss wie die anderen, dass man seine Medikation selbst zusammenstellen darf und einnehmen darf, was man will, dass man die Durchwahl von der Leitung hat, dass man Atteste usw innerhalb von einem Tag bekommt und zugeschickt bekommt und sonstige Dinge. Wenn ich hier aufzählen würde, was ich schon an Vergünstigungen bei Kliniken rausholen konnte, bei wirklich guten Kliniken, dann würde es den Leuten die Sprache verschlagen.

Das, was auf der HP einer Klinik steht und das, was man kriegen kann, wenn man wo der Liebling ist und die einen schon lange kennen, das ist nicht das Gleiche.

Ich weiß von Patienten, die sind sozusagen Edelpatienten in Ihrer Klinik. Die sagen, wenn sie kommen wollen und wann nicht und dann werden die aufgenommen, an allen anderen vorbei, die auf der Warteliste stehen. Ich will da keinem  Angst machen oder jetzt die Leute verstören. Was ich eigentlich sagen will, ist, dass man es auch geschickt anstellen muss, wenn man in einer guten Klinik angekommen ist, da muss man dafür was tun, dass man dort einen Stein im Brett hat und dann beim nächsten Mal läuft's vielleicht schon anders oder sie kümmern sich ambulant weiter.

Und es gibt halt viele, kleiner regionale Kliniken, die oft auch was zu bieten haben. Aber die findet man nicht im Internet in Foren, sondern die muss man selbst suchen und das ist anstrengend, frustran und mit vielen Flops auf dem Weg nicht so ganz einfach, kann sich aber auszahlen.

Grade das ZI in Mannheim ist echt so'ne Sache für sich. Top-Borderline-Klinik, hypermodernes Konzept, das aufgeht, aber in aller Regel bei eher nicht so stark dissoziierten Anteilen. Die sind alle supernett, ganz junges Team und mit einer heftigen DIS sind die total überfordert und lehnen das auch ganz oft ab, weil das ZI kann sich aussuchen, wenn sie aufnehmen. Die haben eine Warteiliste bis zum St.Nimmerleinstag und sind sehr wählerisch. Die Therapeuten sind fast alle ziemlich jung und wenig erfahren, können meistens nur DBT und nicht mehr. Wenn man den ganzen Tag Skillen will und VAs schreiben mag und 'nen Timeout kriegen will, wenn man SV macht, dann ist man da richtig. Wenn man mit seinen Anteilen klarkommen will, dann ist man im ZI mal sowas von falsch.

Vitus-Klinik ist zumindest in fachlichen Vorträgen sehr gut aufgestellt gewesen, aber wer keine Sucht hat, wird mit der Adresse herzlich wenig anfangen können. Da geht's halt sehr viel um Neurobiologie, zumindest in den neueren Veröffentlichungen. Früher waren sie auch nicht up-to-date und haben nur nachgeblöckt, was man überall schon wusste. Das neue Zeug kommt jetzt erst bei denen durch.

In Bad Honnef sind sie ja auch erst auf dem Dampfer "moderne Traumatherapie" angekommen, seit ich da 2014 zum Vorgespräch war. Davor waren die komplett auf dem Redemann-und-Huber-Trip. Erst als ich kam, kam dort mal moderne Traumatherapie aus neurobiologischer Sicht auf. Was Schematherapie ist, wusste zumindest mein Gesprächspartner da nicht. Das ist gut, wenn alle Welt Schematherapie lernt, weil es bei Borderline weltweit die besten Ergebnisse liefert.

Ich glaube schon, dass ich mich ein bissl auskenne. Und Prof. Bohus vom ZI kriegt von mir immer mal eine Mail, wenn ich was Neues ausspioniert habe. Im Moment kuck' ich mir grade an, was es neue Trends beim Canabis auf Rezept und Traumatherapie mit L-Dopa an.

Wenn ich sage, dass ich weiß, welches die beste Traumaklinik im Land ist, dann könnt Ihr hier sicher sein, dass ich sie kenne und weiß, warum sie die beste ist. Ich glaube, diese Adresse (und andere) könnte ich für viel Geld verkaufen.

OT Ende
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