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Trigger - Ich will doch eigentlich Leben
#1
Rainbow 
Manchmal habe ich das Gefühl, dass nicht nur einige Anteile von mir nicht mehr leben wollen, sondern das auch die Gesellschaft wenig Interesse daran hat, dafür zu sorgen, dass es mir langfristig besser geht.
Rehamaßnahmen wegen der Psyche werden mit der Begründnung, dass keine Besserung mehr zu erwarten ist, abgelehnt, Psychotherapeuten lehnen mich ab, weil mein Fall Ihnen zu kompliziert ist, die Psychiatrie einer Uniklinik kann mit Trauma nichts anfangen, etc.
Warum muss mir der Weg zur Hilfe auch noch erschwert werden?
Wenn ich körperliche Beschwerden habe, heißt es, das ist psychosomatisch, da müssen wir gar nicht weiter gucken.
Ich habe es so satt.
Ich bin Mitte 20 und habe eigentlich mein Leben noch vor mir, sagt man zumindest, aber so wie man mich behandelt fühle ich mich noch mehr wie ein Sozialschmarotzer und nutzloses Etwas.

Das musste mal raus.
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#2
Hallo Schaf,
das tut mir sehr leid, dass du dich im Moment weder in guter Therapeutischer noch Mitmenschlicher Beziehung befindest. Ich kann dir eine sehr gute Klinik empfehlen, die sich auf Trauma Patienten spezialisiert hat.

https://www.klinik-waldschloesschen.de/

Ich rate dir Kontakt zu dieser Klinik aufzunehmen.

Gruß Joana
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#3
Hallo Joana,
danke für deine Antwort, aber eben die Kostenübernahme für diese Klinik hat meine Krankenkasse mit der Begründung, dass es keine Aussicht auf Besserung gibt, über den MDK abgelehnt.

LG
Schaf
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#4
Hallo Schaf,
hast du einen Schwerbehinderten Ausweis? Oder eine Befreiung von Zuzahlungen von deiner KK?
LG
Joana
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#5
Hallo Joana,
einen Schwerbehindertenausweis habe ich, die Befreiung muss ich wieder beantragen.
Wie ist es bei dir?
Was hilft mir das, besser behandelt zu werden?

Schaf
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#6
Hallo Schaf,
übrigends sehr unverschämt von der KK. Als warst du kein Mensch, sondern nur eine Sache.
LG
Joana

Hallo Schaf,
ein ganz klares Schreiben von deinem behandelnden Psychiater, oder Hausarzt müsste auch für die KK verständlich machen, dass du dringend Hilfe brauchst. Ich beantrage im Übrigen auch gerade ein h Vermerk im meinen Schwebehinderten Ausweis so kann ich dann die öffentlichen nutzen.
LG
Joana

Hilflos
Menschen mit Behinderung, die ständig auf fremde Hilfe angewiesen sind, insbesondere bei der Verrichtung von Tätigkeiten, die zur Sicherung der persönlichen Existenz notwendig sind, bekommen das Merkzeichen Hilflos.

Dies gilt auch für Menschen, die lediglich eine Überwachung oder eine Anleitung zu den verrichtenden Alltagsdingen brauchen. Hier muss die Hilfestellung auch nicht dauernd von Nöten sein, allerdings muss eine ständige Bereitschaft zur Hilfe erforderlich sein.

Die zeitliche Dimension wurde wie folgt festgelegt: Wer mindesten zwei Stunden am Tag beim An- und Auskleiden, bei der Nahrungsannahme, bei der Körperpflege sowie der Verrichtung der Notdurft andauernd fremder Hilfe bedarf, erfüllt die Kriterien des Merkzeichens H.

Das gilt auch für Menschen, die zwar körperlich in der Lage sind, oben genannte Tätigkeiten selbständig zu verrichten, aber auf Grund einer psychischen Erkrankung oder geistigen Behinderung dies nicht tun würden.

Generell muss das Ausmaß der Hilfe erheblich sein. Dies ist der Fall, wenn die Hilfe dauernd für zahlreiche Tätigkeiten, die häufig wiederkehren, gebraucht wird.

Bei einer Reihe von Behinderungen wird ohne nähere Prüfung angenommen, dass die Kriterien des Merkzeichens H erfüllt sind. Dazu zählen unter anderem

- Blindheit & hochgradige Sehbehinderung
- Autismus & andere psychosoziale Störungen

Jedoch wird auch berücksichtigt, welche Belastungen im individuellen Fall noch tragbar sind.

Der Nachteilsausgleich für das Merkzeichen H beinhaltet folgende Punkte:

Unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Nachverkehr
Kraftfahrzeugssteuerbefreiung
Pauschbetrag 3.700 Euro
Befreiung von der Hundesteuer; Ortssatzungen über Hundesteuer
Pflegezulage
Pflegegeld, häusliche Pflegehilfe, usw


Tenor

Auf die Berufung der Klägerin wird der Gerichtsbescheid des Sozialgerichts Berlin vom 22. April 2013 aufgehoben. Der Beklagte wird unter Änderung des Bescheides vom 25. November 2010 in der Fassung des Bescheides vom 7. Februar 2011 in der Gestalt des Widerspruchsbescheides vom 1. März 2012 verpflichtet, zu Gunsten der Klägerin mit Wirkung vom 22. April 2010 einen Grad der Behinderung von 70 und die gesundheitlichen Voraussetzungen der Merkzeichen G und B festzustellen.

Im Übrigen wird die Berufung zurückgewiesen.

Kosten sind für das gesamte Verfahren nicht zu erstatten.

Die Revision wird nicht zugelassen.
Tatbestand

Die Klägerin begehrt die Zuerkennung eines höheren Grades der Behinderung (GdB) und die Zuerkennung der Merkzeichen G und B.

Die im Jahre 1947 geborene Klägerin leidet vor allem an einer psychischen Erkrankung sowie an weiteren, insbesondere orthopädischen, Einschränkungen.

Am 22. April 2010 beantragte sie beim Beklagten die Zuerkennung eines GdB und die Feststellung der gesundheitlichen Voraussetzungen für die Merkzeichen G und B. Mit Bescheid vom 25. November 2010 stellte der Beklagte bei der Klägerin einen GdB von 30 fest und lehnte die Zuerkennung von Merkzeichen ab. Im anschließenden Widerspruchsverfahren erteilte der Beklagte am 7. Februar 2011 der Klägerin einen weiteren Bescheid, in dem er den GdB auf 50 festsetzte, die Zuerkennung der Merkzeichen G und B aber weiterhin ablehnte. Dem lag insbesondere zugrunde, dass eine psychische Erkrankung nunmehr mit dem Einzel-GdB von 50 bewertet wurde. Den Widerspruch wies der Beklagte im Übrigen mit Widerspruchsbescheid vom 1. März 2011 zurück.

Im anschließenden Rechtsstreit vor dem Sozialgericht Berlin hat aufgrund richterlicher Beweisanordnung am 4. Januar 2012 der Facharzt für Allgemeinmedizin Dr. S ein medizinisches Sachverständigengutachten erstattet. Darin hat er bei der Klägerin eine psychische Erkrankung in Gestalt von Depression, Angststörung und Schmerzkrankheit festgestellt und diese mit einem Einzel-GdB von 50 bewertet. Zugleich hat er eine Wirbelsäulenfunktionsstörung und Verschleiß mit einem Einzel-GdB von 20 belegt und einen Kniegelenksverschleiß mit einem Einzel-GdB von 10. Insgesamt sei der GdB weiterhin auf 50 einzuschätzen. Die Voraussetzungen für die Merkzeichen G und B lägen nicht vor, weil die Klägerin noch eine Wegstrecke von etwa 2.000 m innerhalb von etwa 30 bis 40 Minuten zu Fuß zurücklegen könne. Mit Gerichtsbescheid vom 22. April 2013 hat das Sozialgericht, insbesondere auch auf das vorangegangene Sachverständigengutachten gestützt, die Klage abgewiesen.

Im anschließenden Berufungsverfahren hat aufgrund richterlicher Beweisanordnung am 30. April 2014 die Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie Dr. M ein medizinisches Sachverständigengutachten erstattet. Darin ist sie zu der Einschätzung gelangt, die Klägerin leide an einer posttraumatischen Belastungsstörung, die mit einem Einzel-GdB von 70 zu bewerten sei, außerdem an Bluthochdruck, Übergewicht, Polyarthrose, einem Wurzelkompressionssyndrom L5 und an einer Sensibilitätsstörung im Nervus Ulnaris, die jeweils mit einem Einzel-GdB von 10 oder darunter einzuschätzen seien. Der GdB insgesamt betrage einen Wert von 90. Es lägen zwar Funktionsstörungen der Beine vor, diese bedingten aber nicht einen GdB von 50. Es lägen keine hirnorganischen Anfälle vor. Es komme allerdings zu anfallsweise auftretenden Orientierungsstörungen bei dissoziativen, d. h. psychogenen Bewusstseinsveränderungen. Die genaue Häufigkeit sei nicht bekannt. Diese Anfälle träten nur außerhalb des Hauses auf. Die Klägerin sei bei der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln auf fremde Hilfe angewiesen. Insgesamt bestehe der Zustand unverändert seit Antragstellung.

Die Klägerin beantragt ihrem Vorbringen zufolge,

den Gerichtsbescheid des Sozialgerichts Berlin vom 22. April 2013 aufzuheben und den Beklagten unter Änderung des Bescheides vom 25. November 2010 in der Fassung des Bescheides vom 7. Februar 2011 in der Gestalt des Widerspruchsbescheides vom 1. März 2012 zu verpflichten, mit Wirkung vom 22. April 2010 zugunsten der Klägerin einen GdB von mindestens 70 und die gesundheitlichen Voraussetzungen der Merkzeichen G und B festzustellen.

Der Beklagte beantragt,

die Berufung zurückzuweisen.

Er hält die angefochtene Entscheidung für zutreffend. Der Einschätzung der Sachverständigen Dr. M sei nicht zu folgen.
Gründe

Die Berufung der Klägerin ist zulässig, insbesondere statthaft gemäß § 144 Sozialgerichtsgesetz (SGG), sie ist auch überwiegend begründet. Die angefochtenen Entscheidungen waren zu ändern, denn der Klägerin steht mit Wirkung vom 22. April 2010 ein Anspruch zu auf Feststellung eines GdB von 70 und der gesundheitlichen Voraussetzungen der Merkzeichen G und B.

Rechtsgrundlage für die Feststellungsansprüche ist § 69 Sozialgesetzbuch Neuntes Buch (SGB IX). Bei der Bemessung des GdB ist die Anlage zu § 2 der Versorgungsmedizin-Verordnung (VersmedV) zu berücksichtigen. Maßgeblich ist hierbei zunächst Teil B 3.7 der VersmedV, hier werden die GdB-Bewertungen von Neurosen, Persönlichkeitsstörungen und Folgen psychischer Traumen geregelt. Danach besteht bei schweren Störungen mit mittelgradigen sozialen Anpassungsschwierigkeiten, die im Falle der Klägerin unstreitig bestehen, ein Bewertungsrahmen von 50 bis 70. Während der Beklagte eine Einschätzung am unteren Rande dieses Bewertungsrahmens vorgenommen und einen Einzel-GdB von 50 insoweit in Ansatz gebracht hat, ist der Senat zu der Überzeugung gelangt, dass statt dessen ein Wert am oberen Rande des Bewertungsrahmens, mithin ein Einzel-GdB von 70, angemessen ist. Der Senat folgt dabei insbesondere der Einschätzung der Sachverständigen M die herausgearbeitet hat, dass die Klägerin aufgrund der Tatsache, dass sie in einem sowjetischen Deportationslager aufgewachsen ist, an einer posttraumatischen Belastungsstörung unter anderem mit vegetativen Symptomen und dissoziativen Symptomen in Form von Bewegungsstörungen, Orientierungsstörungen, Sprachverständnis-Störungen leidet. Hierbei ist ein Einzel-GdB von 70 angemessen.

Allerdings ist damit auch der Gesamtwert des GdB erreicht gemäß Teil A 3 VersmedV. Nach Ziff. c ist bei der Beurteilung des Gesamt-GdB von der Funktionsbeeinträchtigung auszugehen, die den höchsten Einzel-GdB bedingt und dann im Hinblick auf alle weiteren Funktionsbeeinträchtigungen zu prüfen, ob und inwieweit hierdurch das Ausmaß der Behinderung größer wird, ob also wegen der weiteren Funktionsbeeinträchtigungen dem ersten GdB zehn oder zwanzig oder mehr Punkte hinzuzufügen sind, um der Behinderung insgesamt gerecht zu werden. Gemäß Ziff. d ee führen zusätzliche leichte Gesundheitsstörungen, die nur einen GdB von 10 bedingen, grundsätzlich nicht zu einer Zunahme des Ausmaßes der Gesamtbeeinträchtigung, auch dann nicht, wenn mehrere derartige leichte Gesundheitsstörungen nebeneinander bestehen. Zwar bestehen bei der Klägerin drei weitere Gesundheitsstörungen, die jeweils mit einem GdB von 10 zu bewerten sind, nämlich Übergewicht, Polyarthrose und ein Wurzelkompressionssyndrom L5, darüber hinaus ein Bluthochdruck und eine Sensibilitätsstörung im Nervus ulnaris, die jeweils mit einem GdB von weniger als 10 zu bewerten sind, doch können diese nicht zu einer Erhöhung des Gesamt-GdB führen. Auch wenn die Sachverständige zu Recht darauf hingewiesen hat, dass Schmerzen und Übergewicht sich ungünstig auf die psychiatrischen Einschränkungen auswirken, kann hierbei indessen nicht angenommen werden, dass darin eine Verstärkung im Sinne der VersmedV begründet liegt.

Des Weiteren sind auch die Voraussetzungen des Merkzeichens G erfüllt. Gemäß § 145 Abs. 1 Satz 1 SGB IX haben schwerbehinderte Menschen, die infolge ihrer Behinderung in ihrer Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr erheblich beeinträchtigt sind, Anspruch auf unentgeltliche Beförderung. Über das Vorliegen der damit angesprochenen gesundheitlichen Merkmale treffen die für die Durchführung des Bundesversorgungsgesetzes zuständigen Behörden die erforderlichen Feststellungen (§ 69 Abs. 1 und 4 SGB IX). Nach § 146 Abs. 1 Satz 1 SGB IX ist in seiner Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr erheblich beeinträchtigt, wer infolge einer Einschränkung des Gehvermögens nicht ohne erhebliche Schwierigkeiten oder nicht ohne Gefahr für sich oder Andere Wegstrecken im Ortsverkehr zurückzulegen vermag, die üblicherweise noch zu Fuß zurückgelegt werden.

Das Gesetz fordert in § 145 Abs. 1 Satz 1, § 146 Abs. 1 Satz 1 SGB IX eine doppelte Kausalität: Ursache der beeinträchtigten Bewegungsfähigkeit muss eine Behinderung des schwerbehinderten Menschen sein und diese Behinderung muss sein Gehvermögen einschränken. Die Anhaltspunkte und die Versorgungsmedizinverordnung beschreiben dazu Regelfälle, bei denen nach dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse die gesundheitlichen Voraussetzungen für das Merkzeichen G als erfüllt anzusehen sind und die bei der Beurteilung einer dort nicht erwähnten Behinderung als Vergleichsmaßstab dienen können (Bundessozialgericht, Urteil vom 24. April 2008, B 9/9a SB 7/06 R, Juris Rn. 12). Dabei gibt die VersmedV an, welche Funktionsstörungen in welcher Ausprägung vorliegen müssen, bevor angenommen werden kann, dass ein Behinderter infolge einer Einschränkung des Gehvermögens „in seiner Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr erheblich beeinträchtigt ist“. Damit tragen die Kriterien der VersmedV dem Umstand Rechnung, dass das menschliche Gehvermögen keine statische Messgröße ist, sondern von verschiedenen Faktoren geprägt und variiert wird. Darunter sind neben den anatomischen Gegebenheiten des Körpers, also Körperbau und etwaige Behinderungen, vor allem der Trainingszustand, die Tagesform, Witterungseinflüsse, die Art des Gehens sowie Persönlichkeitsmerkmale, vor allem die Motivation, zu nennen. Von diesen Faktoren filtern die Kriterien der VersmedV all jene heraus, die nach dem Gesetz außer Betracht zu bleiben haben, weil sie die Bewegungsfähigkeit des schwerbehinderten Menschen im Straßenverkehr nicht infolge einer behinderungsbedingten Einschränkung seines Gehvermögens, sondern möglicherweise aus anderen Gründen erheblich beeinträchtigen (vgl. BSG, a.a.O. m.w.N.). Die so verstandenen gesundheitlichen Voraussetzungen für das Merkzeichen G erfüllt die Klägerin. Sie kann außerhalb des Hauses keine Wegstrecke unter normalen Bedingungen, das heißt also in diesem Fall ohne Begleitung, zurücklegen, denn es besteht aus behinderungsbedingten Gründen sofort die Gefahr, dass die Klägerin orientierungslos wird und sich verläuft. Dies beruht darauf, dass bei der Klägerin anfallsweise auftretende Orientierungsstörungen bei dissoziativen, das heißt psychogenen Bewusstseinsveränderungen bestehen. Zwar beruhen diese nicht auf hirnorganischen Anfällen, sie sind jedoch in gleicher Weise wie hirnorganische Anfälle auf psychische Erkrankungen mit Behinderungscharakter zurückzuführen und erfüllen damit die vorgenannten Kriterien nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts für das Vorliegen des Merkzeichens G. Aus demselben Grunde ist auch das Merkzeichen B zuzuerkennen, weil die Klägerin – wie bereits ausgeführt – aufgrund ihrer Behinderung, insbesondere der anfallsweise auftretenden Orientierungsstörungen bei dissoziativem, das heißt psychogenen Bewusstseinsveränderungen, der ständigen Begleitung bedarf.

Im Übrigen war die Berufung zurückzuweisen. Soweit die Klägerin einen höheren GdB als den Wert von 70 begehrt, konnte sie mit ihrer Berufung keinen Erfolg haben, weil – wie bereits ausgeführt – ihr Gesamt-GdB den Wert von 70 nicht übersteigt.

Die Kostenentscheidung beruht auf § 193 SGG und entspricht dem Ausgang des Verfahrens in der Sache selbst.

Die Revision war nicht zuzulassen, weil Zulassungsgründe nicht vorliegen gemäß § 160 Abs. 2 SGG.
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#7
Hi Schaf,

also ich hab' auch nicht für alles eine Lösung, aber erstens:

Rechtsweg. Gegen eine Entscheidung der Krankenkasse kannste vorgehen. Der VKD macht die erste Sozialrechtsberatung gratis. Da haste schon mal einen Ansprechpartner, der sich auskennt.

Zweitens:
Aufnahme in einer Akut-Klinik und nicht Reha-Klinik geht trotz Ablehnung der Reha durch den MDK.

Es gibt natürlich die gut bekannten Traumakliniken wie z.B. das Waldschlösschen oder Bad Honnef oder Bielefeld. Aber es gibt mittlerweile soviele Kliniken regional, kleinere Häuser, mit z.T. grade mal einer Psychosomatik oder sowas oder psychosoziales Zentrum oder sonstwie schimpft sich das. Meine Kliniken, wo ich war und wo ich jetzt bin, sind auch solche. Die kennt im Internet kein Mensch, keine kennt diese Traumakliniken. In Insiderkreisen kennen sich die guten Therapeuten. Aber in Foren werden die nicht genannt.
Du kannst das mal so versuchen:

Geh' auf ein Portal, wo Klinikbewertungen gepostet werden. Da gibt's eigentlich ein großes oder mehrere, aber das eine findet man relativ schnell und oft über Google.

Dann gibt's Du da als Suchbegriff ein: Entweder Psychosomatik, Psychiatrie oder Neuropsychologie oder klinische Psychologie.

Dann spuckt's eine Liste aus, mit Kliniken mit hohen Bewertungen für diese Fachrichtungen.

Dann kuckst Du Dir jede auf der HP an und die Postings, da wird evtl schon was stehen zu Diagnosen.

Dann rufst Du da jede an, die annähernd einen guten Eindruck macht oder schreibst eine Mail hin, ob sie sich mit komplexer PTBS auskennen oder was Du halt hast und fragst, ob sie jemanden empfehlen können oder eine Klinik. So fragt man sich durch.

Bei den ambulanten Therapeuten macht man es ähnlich.

Mit viel Glück findest Du irgendwo jemanden, der nicht so bekannt ist, der das aber kann und wo Du unterkommst. Sowas sollte man immer wieder machen. Bei uns war auch eine neue Psychosomatik, die hatte mit Trauma nix am Hut. Jetzt hat der Chef gewechselt und seit ca. 2 Jahren ist diese kleine Klinik von oben bis unten auf Traumatherapie gepolt. Ich kenne den Chef, der ist nun nicht perfekt, nix für Hyperfälle. Aber sie kriegen gute Kritiken. Die Kliniken ändern die letzten Jahre oft ihr Therapieangebot, da lohnt es ich einfach immer wieder mal die Fühler auszustrecken. Es wird hier und da was neu eröffnet, eine Station, 'ne Ambulanz.

Wie gesagt: Ich hab' mich ja recht häufig beschwert und tu's weiter. Bei meiner Krankenkasse gibt's mittlerweile online Therapie bei leichten Fällen. Hier hab' ich die AOK zusammengestaucht und hab' gekündigt, hab' denen geschrieben, das Angebot hier für Traumatherapie ist unter aller Sau. Seitdem dürfen hier bei der Traumaambulanz AOK-Patienten ambulant behandelt werden. Das war vorher nicht.

Wenn's jetzt nicht klappt, kann's später klappen. Bloß nicht alle Hoffnung in den Wind schreiben. Es gibt sehr gute Traumatherapeuten, die können auch in ganz schlimmen Fällen noch Verbesserungen rausholen. Mein früherer Traumatherapeut hat gesagt: "Ich kann jedem, der zu mir kommt, helfen, dass es ihm besser geht, als vorher, wenn er wirklich mitmacht.". Das hat er auch bewiesen, der hatte unglaublich gute Statistiken und hat alle anderen Therapeuten in den Sack gesteckt.

Irgendwann, wenn's einem dreckig genug geht, landet man meistens bei einem guten. Das kann man nicht vorhersagen, aber es klappt bei vielen.
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  • Klangkugel (29-09-2019)
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#8
Hallo Schlaf,

ich kann gut verstehen was du schreibst. Ich hatte bisher auch nur Pech. Ich hab mich jahrelang echt sehr bemüht Hilfe für uns zu organisieren, hab mich auch nicht so schnell entmutigen lassen wenn mal was nicht geklappt hat oder total kontraproduktiv war. Ich hab dann auch nach langer Suche und diversen Katastrophen zwei mal eine gute Therapeutin gefunden aber kaum hab ich mich da gut aufgehoben gefühlt ist wieder irgendwas anderes dazwischen gekommen weswegen man sich dann vorzeitig wieder trennen musste. Klinik war auch totaler Reinfall. Wir haben echt kein Glück. Ich hab nach ein paar Jahren nachdem ich dann EU-Rente hatte echt aufgegeben. Hab einfach nicht mehr die Kraft noch weiter zu suchen und zu kämpfen. Seit ich jetzt wieder auf dem Land wohne (in der hintersten ostdeutschen Hinterpamapa wo sich Hase und Igel gute Nacht sagen) hat das eh keinen Sinn mehr.
Ich mein wenn mal überlegt wie unendlich viel Kraft und Nerven bei der ewigen verzweifelten Suche nach Hilfe draufgehen und dann wirds eh immer nichts, da nutz ich die Energie lieber für was anderes. Ich mein klar, dann wird eben auch nie was besser, aber dafür wird es wenigstens nicht noch schlimmer. Und von falschen Therapeuten oder schlechten Klinken wird es definitiv schlimmer.
Mein bester Freund hat es auch lange versucht mit Traumatherapie und es ging auch jedes mal total in die Hose, so viel Aufwand und Nerven für nichts und wieder nichts.

Will damit nur sagen, du bist nicht die einzige die da kein Glück hat.
Von anderen hört man ja gerne mal so Geschichten wie "ich hab einfach im Telefonbuch Therapeuten rausgesucht und die erst beste angerufen und die hatte auch gleich einen Platz frei und war zufällig voll die gute Traumatherapeutin" echt wenn ich sowas höre da könnt ich manchmal ausrasten. Andere suchen ihr Leben lang und finden niemanden. Ich hab das bei mir inzwischen einfach als schlechtes Karma verbucht. Hilfe von außen ist uns offensichtlich nicht vergönnt, also müssen wir es irgendwie selber schaffen. Mussten wir eh schon immer, deswegen sind wir ja überhaupt erst so geworden.

Mir kann jedenfalls keiner vorwerfen dass ich es nicht versucht hätte. Ich hab mir sogar extra eine lange Liste geschrieben mit Dingen die ich alle schon versucht habe und wie oft, damit ich das auch ja nicht vergesse (oder besser gesagt verdränge). Aber scheint halt eben einfach nicht sein zu sollen, und ich mag nicht den Rest meines Lebens mit der weiteren sinnlosen Suche nach Hilfe verschwenden. Ich hab lang genug gesucht, mir reicht es inzwischen echt. Kann ja sein dass man beim 673. mal dann Glück hat, aber ich hör jetzt halt schon nach dem 20. mal auf. Für mehr reicht meine Kraft nicht mehr. Bzw. mag ich sie lieber für was anderes einsetzen.

Und damit man sich nicht zeitlebens als Sozialschmarotzer fühlen muss darf man ja zu seiner Rente noch was dazu verdienen. Das hilft zumindest mir etwas dabei mich nicht ganz so sinnlos zu fühlen und man macht halt noch ehrenamtlich einiges, hilft anderen und so.

Dass man bei Ärzten nicht mehr ernstgenommen wird weil dann eh alles nur noch psychosomatisch ist kenn ich auch. Was solls. Muss man sich eben auch da selber helfen, selber recherchieren, selber Sachen durchprobieren ob sie vielleicht helfen.
Und den Spruch "es ist eh keine Besserung zu erwarten" hat meine Psychiaterin (bei der ich nur wegen Behördenkram bin) neulich auch gebracht.

Kann dich jedenfalls gut verstehen und wollte dir nur sagen, es gibt auch andere die einfach kein Glück haben egal was sie versuchen.
Kann dazu nur sagen:
"Wer sich auf andere verlässt der ist verlassen" und
"Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott"

LG
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#9
Hi Ihr Beiden,

ausdrückliche Zustimmung.

Kenn' ich auch genau so:

Da ist kein System dahinter, wer Glück hat oder nicht und es braucht Glück. Ich weiß noch, wie mich so'ne Userin in einem anderen Forum immer auf die Palme gebracht hat. Die war 'n junges Ding, hatte Magersucht und wurde prompt beim ersten Anruf bei einer Therapeutin unter die Fittiche genommen. Die konnte dort jeden Tag, der Wochentage (!!!!) erscheinen und wurde betüttelt wie ein Baby. Hat dann alles geschafft, Abi, Studium, netten Partner gefunden, guter Job als Akademikerin, dann Ehe, Hausbau, Familiengründung.... Und die war eingebildet, als hätte sie das alles Kraft ihrer eigenen Grandiosität geschafft, anderen hat sie es immer fett reingedrückt, dass ihre Therapie so erfolgreich ist, weil sie sich halt mehr anstrengt und die bessere Patientin sei.... Bloß ihren Narzissmus hat ihre Therpapeutin ihr halt nicht austreiben können.... Urghh.... Sowas kriegt man dann noch vorgesetzt. Man ist ja noch nicht genug verzweifelt und hat noch nicht genug Schmerzen und Angst, nee?

Und dann gibt's andere Menschen, die kommen vom Regen in die Traufe, suchen, versuchen, werden immer verzweifelter und  keine Tür geht auf. Da ist es tatsächlich besser, einfach dann zu versuchen, für sich selbst gut zu sorgen und sich den Therapiesuche und Therapeutenstress nicht mehr anzutun. Auch ich hab' so die letzten 4 Jahre allein überstehen müssen, bin dann zufällig auf die Tavor-Schiene und zum Neurofeedback gekommen, was half. Aber es ist echt so: Das kann alles ganz schön nach hinten losgehen, Therapien, Kliniken, SHG und alles Mögliche.

Mir hat der Abstand von 4 Jahren gut getan, wo mal nicht dauernd jemand an mir gerissen und gezerrt hat, denn das Hirn wurde ruhiger.

Was ich aber doch jedem mit auf den Weg geben will, ist einfach, dass es mit der Traumatherapie insgesamt besser wird und dass man die Hoffnung, dass es in der Zukunft klappt und dass es besser wird, nicht aufgeben braucht und sollte.

Es heißt zwar: Zeit heilt alle Wunden und dies gelte bei Trauma leider nicht.  Aber auch das stimmt so nicht. Das Gehirn lässt immer seine Selbsthilfekräfte arbeiten und auch Traumafolgestörungen werden mit der Zeit besser, vorausgesetzt, kein unfähiger Therapeut behindert das Gehirn dabei, seinen Job zu machen. Mit jedem Falshback lernt das Gehirn dazu, wie es mit diesen Zuständen umgehen muss, damit es besser wird.

Solche Aussagen wie "Eine Besserung ist nicht mehr zu erwarten." würde ich aus meinem Gedächtnis streichen, weil das ist Quatsch. Das kann derjenige, der das sagt in aller Regel nicht mal einschätzen.

Mir hat man mit 28 nur infauste Diagnosen gestellt. Jedes Mal hieß es, dass ich die nächsten 3 Monate oder das nächste Jahr nicht überlebe. Es hieß, die nächste Enttäuschung würde ich nicht überleben und sie kam. Ich fand einen tollen Freund, er servierte mich übelst ab nach wenigen Tagen, vor allen anderen, die absolute Schmach. Jeder sagte: "Das überlebt sie nicht auch noch!". Ich hab' es überlebt und alles andere auch.

Alle Therapeuten und Ärzte haben mich abgeschrieben, Jahre und Jahrzehnte lang kam ich Zeug an den Kopf geworden, Absagen usw......

Ich hab's allen gezeigt und die saßen da mit offenen Mündern und großen Augen und haben nur noch gestammelt: "Sie machen ja alles allein. Woher nehmen Sie nur diese Energie?!?".

Ich glaube, nur wenn man weiß, dass man auch allein viel schaffen kann und diesen Optimismus hat, dass trotzdem was gelingen kann, dann schafft man auch viel in Eigentherapie. Man muss sich gegen solche blöden Hiobsbotschaften abgrenzen lernen und lieber dann andere User ansprechen, die sowas schon durchlebt haben und die was draus machen konnten.

Letztlich heilt das Gehirn, wenn man richtig damit umgeht, das geht zur Not auch ein Stück weit in Eigentherapie, bis jemand kommt, der richtig helfen kann.

Mein Ex-Traumatherapeut hat gemeint:
"Wenn kein passender Traumatherapeut da ist, dann muss es halt in Eigentherapie und ohne Therapeut gehen. Dann muss man sich selbst heilen lernen.".

Keiner will hören, dass er da allein durch soll. Aber wenn man schon keinen findet, dann ist es ein wichtiges Wissen, dass einem jamand sagt, dass auch eine Eigentherapie geht und es sinnvoll ist, auch sich allein weiterzubringen. Alles darf man nicht von so einer Traumatherapie abhängig machen. Die Sonne können sie uns ja doch nicht nehmen. Es bleibt noch viel, was trotz Traumafolgestörung geht. Wenn ich gejammert habe, hat mein Thera gesagt: "Ich hab' heute noch einen Termin und geh' jetzt einen Patienten besuchen, der hatte einen schweren Unfall und liegt jetzt mit einem hohen Querschnitt im Pflegebett. Im Vergleich zu ihm haben Sie noch wahnsinnig viele Möglichkeiten. Nutzen Sie die doch und verbringen  Sie ihre Zeit mit positiven Dingen, soviel wie geht.".

Und ja, wenn man psychisch krank ist, ist angeblich alles psychisch. Da muss man manchmal auch mehrere Ärzte aufsuchen, bis man den Arzt des Vertrauens gefunden hat. Und wenn mir Ärzte schon blöd kamen, dann hab' ich gesagt: "Bei Ihnen ist immer alles gleich psychosomatisch. Wie wär's, wenn sie die  körperliche Seite erst mal abklären und das sicher feststellen? Was ist, wenn ich wirklich was habe und Sie haben es dann übersehen? Glauben Sie, dass sich ein Depressiver auch kein Bein brechen kann, nur weil er 'ne Depression hat? Natürlich können psychisch Kranke auch mal körperlich krank werden.". Dann war meistens Ruhe und die Ärzte arbeiten dann auch vernünftig und machen dann das, was sie bei jedem anderen Patienten auch veranlassen würden. Man muss sich schon z.T. behaupten lernen und auf blöde  Reaktionen und Sprüche auch mal Klartext reden, das kommt dann schon an.

Verstehen tu' ich das alles sehr gut. Auch in einem Forum hat mal eine geschrieben, dass es so übel ist, sie könnte dieses "Holen Sie sich Hilfe!!" nicht mehr hören. Ich auch nicht. Denn man kann das versuchen, soviel man will. Das funktioniert bei einer läppischen kleinen Depri oder einer Phobie oder einer Angsterkrankung, dass man grade mal so mir nix dir nix 'nen Therapieplatz kriegt.

Alle anderen Patienten, die wirklich ernsthaft krank sind, insbesondere Trauma- und Borderline-Patienten haben sich doof suchen können und nix gefunden, sind mies behandelt worden udn dann wird man noch hingestellt, wie wenn man selbst schuld wäre an allem.....

Nee, man muss schon echt aufpassen, dass man sich da nicht noch fertiger macht als man schon ist und oft ist der Rat von Selbstbetroffenen viel mehr wert als der von vermeintlichen Helfern. Die stecken nicht jeden Tag da drin und müssen alles aushalten und sich kümmern, obwohl es nicht geht. Am Ende, als keiner half, hab' ich mich mit Tavor zugeballert, weil ich meine Ruhe haben wollte und endlich wieder was leisten  können wollte. Das hat sogar Jahre geklappt, mit relativ niedriger Dosis. Tavor als Langzeitmedikament... keine gute Idee, aber bei mir hat's geklappt und zwar ohne süchtig zu werden und ohne das ganze Hirn zu schädigen. Mit noch höherer Dosis hätte ich aber mein Gehirn abgeschossen, die nächsten behelfen sich mit Naltrexon, bei manchen hilft's gut, bei anderen ist es auch ein Flop.

Ich gehe heute den Mittelweg. Ich versuche Dinge, aber wenn die mir nicht gut tun, dann lass' ich's auch wieder. Therapiepausen tun auch mal gut, man wird dann wieder selbständiger. Das tut erst sehr weh, aber mit der Zeit lernt man dazu, wie man es anfangen muss. Aus Foren kann man viel mitnehmen, wenn man eins findet, wo gute User schreiben. Es gibt gute Bücher heute, wo man was lernen kann, mal bei Amazon schauen, was gute Bewertungen hat.

In diesem  Sinne:

Das kann alles durchaus besser werden.

GlG

GGG

PS Und vor ein paar Monaten ging's mir genau wie Euch und dann kam aus dem Nichts der Traumatherapieplatz auf dem Silbertablett an und das war jetzt das 3. Mal, dass ein  Traumatherapeut das Herz aufgemacht hat, mich zur VIP-Patientin gekürt hat und ich plötzlich nicht irgendwen, sondern einen Spitzentherapeuten. Das kann anderen auch passieren. Nur Garantieren gibt's nicht.

Ich weiß von vielen, die eben z.B. Frau Reddemann oder Frau Huber oder sonstige Leute wie die Ego-State-Insitute oder Emdria-Listen abtelefoniert haben, z.B. die Liste von Vielfalt eV oder Kliniken angerufen mit der jeweiligen Therapieform und so ambulante Therapeuten gefunden habe, mit Wartezeiten, aber es hat dann geklappt.

Manche gingen nach Bad Honeff und wurden dort ambulant weiterbetreut oder zu anderen Traumahochburgen oder Traumakliniken und man hielt die über Wasser....

Es gibt alles, von den bittersten Pleiten, Pech und Pannen- Verlaufen bis hin zu idealen Verläufen, wo alles super lief vom ersten Tag an.

Aber wenn man es nicht ab und zu wieder versucht, dann geht's nicht, jemanden zu finden. Deshalb würde ich sagen: Dosiert suchen, wenn's zuviel wird, einfach denken, dann mach' ich jetzt erst was Anderes.

Mein neuer Therapeut ist übrigens seit über 10 Jahren da gewesen, gar nicht so weit weg von mir und ich hätte ihn viel früher finden können, wenn ich in der Region gesucht hätte. Da denke ich halt auch wieder. Hätte ich es mal doch dort noch versucht, dann wäre heute alles besser und ich hab's verpasst.

Kann Euch gut verstehen und es tut mir auch sehr leid, ärgert mich auch, dass es alles so mistig ist.

Was vergessen:

Und ja, mir ist klar, was das macht. Da geht's einem eh schon schrecklich und jede Sache, jede Erfahrung, jeder Satz triggert, dann kriegen Anteile Angst, die einen werden wütend, weil verzweifelt, die Kleinen heulen, die Schmerzen werden immer schlimmer.... Noch mehr Durcheinander, dann klappt im Alltag gar nix mehr, der Druck steigt.

Auch die Therapeutensuche will gelernt sein, man muss mit den Anteilen darüber reden, wie das alles läuft, mit den Gefühlen der Hoffnungslosigkeit umgehen lernen, wenn wieder einer keinem helfen will. Da kommt ein Absturz nach dem nächsten. Ich glaube, je mehr Absagen und Klatschen kamen und je mehr mir einige gute Leute dann gesagt haben, dass das an diesen Therapeuten liegt und nicht an mir und ich - wenn ich in der richtigen Ecke suche - bessere Erfolgschancen habe, ging's dann leichter, sich das nicht so zu Herzen zu nehmen. Irgendwann wurde ich da cooler und meine Anteile auch. Statt wie früher jedes Mal bei einer Absage wie ein Kartenhaus zusammenzufallen, kam dann eher die Reaktion: "Mit diesem unfähigen Heini brauch' ich meine Zeit nicht verplempern, da geh' ich lieber ein Eisbecher essen.".

Wenn man mal soweit ist, dann hat man schon  viel geschafft und dann wird's auch einfacher, gezielter zu suchen oder es einfach 'ne Weile zurückzustellen. Mit Euren inneren Anteilen anfangen zu kommunizieren könnt ihr auch ohne einen Therapeuten lernen. Und mit der Zeit arbeitet die Truppe vielleicht recht vertrauensvoll gut zusammen. Das ist wie in einer echten Familie. Die müssen auch zusammenarbeiten lernen, das geht z.B. am Anfang mit Briefe hinterlegen für die anderen oder ein Tagesheft, wo jeder was reinschreibt, wenn er da war und schreibt als Info für die anderen, damit sie sich gegenseitig kennenlernen. Mein Thera hat gesagt: "Reden Sie mit den Stimmen im Kopf, sprechen Sie die Kinder an. Die hören die ganze Zeit zu. Sie müssen sich so verhalten, dass die Anteile Ihnen vertrauen lernen und dann werden Deals gemacht, dann wird verabredet, wie der Alltag zu organisieren ist, wer was macht oder dass die sich zurückziehen und Sie machen können, was zu tun ist. Man muss lernen, ängstliche und verletzte  Anteile zu trösten, ihnen Mut machen.".

Das Wichtigste ist echt:

Man muss den Kindern und Anteilen sagen:
"Wenn's Euch schlecht geht, müsst Ihr Skills machen, am Besten wäre Sport, Laufen gehen, oder Riechstäbchen oder Chillies oder kalt duschen oder Schlafen zum Erholen.".

Man kann sagen:
80% von dem, was Euch ein Traumatherapeut sagen könnte, könntet Ihr bei anderen Betroffenen erfragen, die Traumatherapie machen oder aus Büchern und Medien lernen und bei anderen Professionen rauskriegen. Und nur ca. 20 % der Therapie sind Inhalte, die dann wirklich nur ein Therapeut kann. Also bleibt viel, was man selbst ohne Therapeut für sich tun kann, damit es besser wird.

Es gibt da kein Alles oder Nichts.

:-)

Und ja, hier auch ein Dorfbewohner, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Und unsere zuständige Klinik hier vor Ort ist mit die schlechteste im ganzen Bundesgebiet, bei mir haben die alles versaut, obwohl sie angeben und eingebildet sind wie eine Horde Affen.

Hab' dann Kliniken in hunderten Kilometer Ferne angesprochen, mal ambulant dort angefragt, mal Klinikaufenthalt. Da ergaben sich dann z.T. noch Kontakte, die mich per Telefon über Jahre aus der Ferne betreut haben, damit ich überhaupt am Leben bleibe.

Und aktuell kommt auch ganz stark das Thema Fernbehandlung ins Spiel. Das wird evtl. in den nächsten Jahren kommen. Es gibt schon Online-Sprechstunden, ich glaube auch bei Psychiatern. Online-Therapie gibt's bei meiner Krankenkasse, leider aber noch nicht für Traumapatienten, aber für alles Andere.

Ich könnte mir vorstellen, dass Telefon-Therapie und Online-Therapien in den Katalog der GKV kommen, weil die ländlichen Gebiete total unterversorgt sind. Da will man evtl. auch bei der Bedarfsplanung dran gehen.

Und an gewisse Ministerien werde ich demnächst schreiben, weil das soziale Entschädigungsrecht neu geregelt wird und da unbedingt was passieren muss. Außerdem versuche ich derzeit, wichtigen Traumaforschern mehr Gehör und Einfluß bei Politkern und Ministerien zu verschaffen, evlt. spreche ich auch die Medien an, damit was passiert. Es ist gar nicht so, dass man nix erreichen könnte, nur macht's bisher von den Betroffenen keiner. Die ganze Selbsthilfe zielt bisher nur darauf ab, für Missbrauchspatientinnen möglichst gute Sonderkonditionen rauszuholen. Ich gönn's denen ja, aber besser wäre, wenn auch die anderen Patieten miteinbezogen werden.

Es ist wirklich 'ne Tatsache, dass ich auf meine Beschwerden wirklich gute Reaktionen bekomme und das die Verantwortlichen wachrüttelt und die eigentlich echt dankbar sind, wenn man ihnen hieb- und sichtfeste Argumente liefert, wie sie das begründen können, dass sie den Betroffenen Hilfen zubilligen können.

Ich glaube, es setzen sich viele Menschen dafür ein, dass es besser wird, auch in der letzten Provinz. Und die ganzen blöden Deppen, die man halt sonst trifft, die nerven und runterziehen. Ja, die gibt's halt immer und überall.

Ich hab' mal einen schönen, etwas vulgären Spruch gelesen:

"Im Leben musst Du sein wie ein Stuhl. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.".

Das ist echt wahr und gilt besonders für Therapieplatzsuche. Man darf's nicht so an sich ranlassen, was irgendwer behauptet.

Da muss man positiv und stabil bleiben, für sich selbst und seine Anteile.

:-)
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  • Klangkugel (29-09-2019)
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#10
Telefon oder Onlinetherapie wäre wirklich genial. Aber dann müsste das halt auch schon jemand sein der sich auskennt. Denn sowas wie Telefonseelsorge oder e-mail Seelsorge oder antwortende Sorgentagebücher und was es da nicht alles schon für gute Projekte gibt, die haben halt in der Regel wirklich abslut keinen Plan von komplexen PTBS. Und wenn es hier bei uns Probleme gibt dann sind es halt komplizierte Spezialprobleme.

Ich hab bisher immer auf der deGPT Liste rumgesucht. Aber ich kann auch nicht weiter als 2 Stunden zu jemanden hinfahren. Und die einzige die hier bei uns in der Nähe ist ist eine alte böse agrressive super unfreundliche Person, da wusste ich schon nach einem Satz am Telefon dass ich zu der niemals hingehen werde.

Und nach einem totalen Reinfall mit einer Thera von der EMDRIA Liste trau ich mich an die Liste auch nicht mehr ran. Ich weiß ist total albern so drauf zu sein aber mein Unterbewusstsein denkt jetzt dass alle von der Liste total böse sind, nur weil es die eine war.

Ist wirklich extrem schwer gegen diese sich immer mehr anhäufenden schlechten Erfahrungen anzukommen. Und klar kann ich mich und die Kleinen hinterher wieder beruhige wenn es dann wieder heißt "niemand will uns haben *heul*" das krieg ich schon irgendwie hin, nur die objektive Resignation bleibt halt trotzdem und dass man halt irgendwann echt alles an Hilfesuchoptionen durch hat und einem irgendwann keine weiteren mehr einfallen. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur zu blöd keine Ahnung.

Und so eine Sozialphobie ist auch nicht grade hilfreich dabei "ständig irgendwo anzurufen und Druck zu machen oder sich immer wieder zu erklären". Sobald ich einen Telefonhörer in die Hand nehme, hab ich spontan keine Probleme mehr vor lauter Stress. Und wenn mich dann irgendeine Thera fragt warum ich anrufe dann weiß ich es nicht mehr, bzw. frag mich das in dem Moment selber weil ich hab ja gar nichts.
Allein das schon zu überwinden kostet so viel Kraft dass ich danach erst mal nichts anderes mehr machen kann und völlig fertig bin.
Und dazu kommt dass die Motivat eben auch total im Keller ist nach so vielen schlechten Erfahrungen.

Ich weiß auch immer noch nicht ob vielleicht auch einfach grundsätzlich überhaupt nicht therapiefähig bin, sowas soll es ja auch geben. Therapeuten fühlen sich durch mein eigenes Fachwissen und meine präzisen Selbstanalysen gerne mal abgeschreckt, weil dann wissen die gerne mal nicht mehr wie sie mir dann überhaupt noch helfen sollen wenn ich schon alles selber weiß.

Von daher finde ich es ja ziemlich interessant dass dich GGG da trotz deiner Art welche angenommen haben und das offensichtlich auch lange gut ging. Denn ein bisschen so wie du hier schreibst im Forum, so "rede" ich immer mit den Therapeuten und damit kamen bisher die wenigsten klar. Alernativ kann ich mich höchstens noch in die Rolle der armen verstörten und verängstigten sowie leicht minderbemittelten Traumapatientin reinbegeben, da kommen die Therapeuten gerne mal besser damit klar, aber das tut mir selber dann immer extrem schlecht, weswegen ich davon absehe.

Es gab auch schon mal zwei Theras die hatten echt "Angst" vor mir. Das hat mich ganz besonders verstört und nachhaltig abgeschreckt. Ich mein man fühlt sich eh schon die ganze Zeit wie ein Monster und wenn einen dann noch welche so angucken als ob man sie jeden Moment auffressen würde... :/ Aber mal ganz davon abgesehen sind Traumetherapeuten auch gerne mal selber traumatisiert, sonst würden sie sich nicht so für diesen Bereich interessieren, vor allem die nicht Kassenanerkannten.

Ich mag jedenfalls einfach nicht mehr. Ich mag nicht immer nur Pech haben. Ich mag dem Pech keine Chance mehr geben sich so in meinem Leben auszubreiten in dem ich ihm ständig die Chance dafür gebe in dem ich irgendwas versuche.

Wie auch immer. So viel jedenfalls zu meiner Situation und Hintergrundgeschichte. Weiß nicht ob sich daran irgendwann noch mal was ändert.

LG


P.S. Sorry @Schaf , wegen der falschen Ansprache, ich hab dich bisher irgendwie immer als "Schlaf" gelesen, weiß auch nicht warum, wahrscheinlich weil dein Avatar so wie eine Szene aus einem Traum aussieht. Ist mir erst heute morgen aufgefallen dass du ja Schaf heißt und nicht Schlaf.
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#11
Liebes Silberherz,

ich kann Dir dazu nur sagen:

Es ist nichts in Stein gemeiselt und für die Ewigkeit fest.

Alles, was Du schriebst, könnte genauso von mir sein. Hab' ich auch so erlebt. Und ja, der Großteil von Therapeuten rennt schreiend weg, wenn man nicht die kleine ängstliche, unsichere Patientin ist, die rumdruckst und kaum ein Wort rausbringt.

Und ja, nach so vielen weiteren Schlägen und Ohrfeigen und Unsympathen haben DIS-Menschen mit ihren Kindern und Anteilen dann auch mal genug. Dann ist man wirklich zu fertig und zu erschöpft, um wieder da loszurennen, rumzutelefonieren und sich abwatschen zu lassen. Dann ist es wirklich besser, es ruhen zu lassen.

Innere Anteile und Kinder haben Angst, dass sie als Monster hingestellt werden und so behandelt werden. Das passiert leider immer noch dauernd. Das kommt besonders gerne bei BL vor. Da hat man auch ein Bild von den Patienten gezeichnet, dass alle sie fürchten. Dann redet man heute mal mit Fachleuten, die Borderliner behandeln und die erzählen Dir was ganz Anderes. Nur anfangs sind diese Patienten schwieriger, später, wenn die therapeutische Beziehung steht, sind Borderliner sogar besonders nett und einfach in der Therapie zu behandeln, weitaus einfacher und weniger anstrengend als andere Patientengruppen. Aber wer sich nicht auskennt, glaubt halt das Märchen vom schrecklichen Borderliner. Mit DIS ist's noch schlimmer.

Ich kann Euch nur sagen, trotzdem nicht komplett aufgeben. Die Zeit arbeitet für Euch, das wird besser für Traumapatienten, auch wenn's langsam geht. Und die ganzen Selbsthilfe-Dinge, die ich hier bis zum Erbrechen wiederhole sind einfach Pflicht. Auch wenn heute kein Profi Euch hilft, könnt Ihr schon mit der Arbeit an Eurem traumatisierten Gehirn anfangen und zwar so, dass es nicht schadet.

Ich hab' den Großteil meiner Traumatherapie mit Telefon-Therapie und Mails damals gemacht, denn der Therapeut war weit weg. Erst als man dann in die Aufarbeitung gehen wollte, war ich dann stationär in der Klinik. Das ging nicht mehr fernmündlich. Sowas ist natürlich die totale Ausnahme und hab' ich nur durch Zufall und viel Glück gekriegt. Das machen Therapeuten auch nur selten und wenn, dann nur, wenn jemand kurz vorm Suizid steht. Er holte mich anfangs nicht in die Klinik, weil er gemeint hätte, dass das für mich zuviel wäre und für seine anderen Patienen auch. Da lässt man das, damit es auf Station nich eskaliert.

Aber es ist letzlich auch viel Glück dabei, dass man mal so jemanden für sich begeistern kann. Man muss aber halt wenigstens hier und da mal nachfragen. Wenn man keine Türchen sucht und anklopft, dann kann keine aufgehen. Dass es von 200 Versuchen 200 mal schief geht und nur vielleicht beim 201. mal hinhaut, ist für viele Traumatherapeuten die typische Erfahrung.

Wenn man erst mal bei den richtigen Leuten gelandet ist, behandeln die einen auch ganz anders. Diese Gespräche werden anders ablaufen und dann wird's nicht schwer sein, anzudocken.

Und wenn man merkt, dass man nicht andocken kann, dann weil das Gegenüber wohl das falsche ist und da ist es besser, sich da nicht reinzubegeben.

Wichtig ist halt, wenn kein Therapeut hilft, sich möglichst viel zu suchen, wie man trotzdem klarkommt. Wo kann man sonst noch Stütze und Infos kriegen, wo kann man sonst was lernen, wenn fragen, wie man besser zurecht kommt. Medikamente nehmen, berufliche Reha, sonst was.

Und ja, also Telefonseelsorge und so'n allgemeines Zeug geht fast nicht. Dann lieber Fachbücher für Traumatherapie und Skills. Alles kann man aber nicht selbst machen. Deshalb: Brecht nix über's Knie. Wenn es halt heute keinen passenden Traumatherapeuten gibt, dann vielleicht in 2 Jahren. Das wechselt ja auch, es kommen neue, es werden mal da und dort neue Angebote geschaffen, man kriegt vielleicht eine Adresse mit oder man zieht mal um, kann weiter weg suchen. Beste Adresse für gute Traumatherapeuten sind immer noch die Kliniken, auch wenn eine vielleicht 500 km weit weg ist. Wenn Du es schaffst, bei einer stationären Therapie einen Therapeuten für Dich zu gewinnen, hilft er Dir vielleicht später ambulant weiter.  Das kommt nicht oft vor, aber wenn man irgendwo der Liebling wird, dann kriegt man Extras, die nicht jeder kriegt. Das ist nicht planbar und es tut irre weh, wenn man überall abprallt, denn es geht einem schlecht, man ist verzweifelt, es soll besser werden, selbst weiß man schon nicht weiter und wird noch blöde angemacht und überall vergrault, statt dass die helfen. Klar, das hält kein Mensch aus und dementsprechend verbittert sind dann alle in einem und man weiß oft nicht weiter, geht dann mühevoll allein wieder weiter. Es ist übel, deshalb versuche ich ja, mittlerweile auch mehr zu schaffen als nur für mich einen Platz zu haben, sondern zu versuchen, dass diese Erkrankungen besser anerkannt werden.

Aber wenn's halt nicht mehr geht, zu suchen, dann zieht Euch zurück, leckt Eure Wunden und wartet, bis es wirklich auch möglich ist, mit etwas mehr Stabilität zu suchen. Mit der Zeit wird man auch erfahrener und lernt, mit blöden Therapeuten schneller abzuschließen und das nicht mehr so an sich ran zu lassen.

Ich weiß auch noch nicht, wie's mit meiner neuen Therapie wird. Ich bin jedenfalls froh, dass es hypermodern ist und wenn ich gute Sachen mitkriege, dann schreib' ich die in Foren. Nicht, damit andere verletzt werden, drauf gestoßen werden, was ihnen im Moment abgeht, sondern dass sie auch davon profitieren können. Lieber aus zweiter Hand was mitkriegen, als gar nix mitkriegen. Und auf die Nase fallen kann man immer. Je kränker, desto wahrscheinlicher ist es sogar, dass 'ne Traumatherapie nur eine Weile mit einem Therapeuten klappt. Bei mir hält keiner länger als 5 Jahre durch, dann sind sie platt und gehen mich. Ich glaube, für die schweren Fälle braucht man oft mehrere Therapeuten und Therapien über Jahrzehnte hinweg und Trennungen und all so ein Kram ist eher die Regel als dass es komplett  durchläuft.

Auf alle Fälle  passiert in der Medizin da sehr viel, kein Vergleich dazu, wie es früher war. Aber es ist halt immer noch viel, viel zu wenig.

Das Schöne an der Traumatherapie ist aber, dass es ganz viele Bausteine gibt, die helfen, die jeder ganz allein zu Hause praktizieren kann und die unschädlich sind. Dh, wirklich komplett ausgeliefert an die Krankheit ist keiner, auch wenn es sich genau so anfühlt.

ich kann nur jedem raten: Kauft Euch ein Laufband, ein gutes und bewegt Euch sehr viel,  Am besten leichtes Joggen, wer das nicht kann, sollte walken.

Oder Ergo-Wahrnehmung trainieren, das kann auch jeder alleine machen. Das erkläre ich mal noch, wie das geht. Muss jetzt mal mein Zeug erledigen.



GlG

GGG
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  • Klangkugel (29-09-2019)
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