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Kommentare erwünscht - Ein Gedicht von VieleLeben
Es beschreibt meinen Weg von vor der Therapei bis heute
#1
Hallo zusammen,

ich will es mal wagen etwas selbst geschriebenes hier zu posten. Ich schreibe schon lange, aber es war immer für "uns".
Vieles von dem was ich zu Papiert bringe ist einfach da. Wo es genau herkommt, weiß ich manchmal nicht. Aber vieles hilft mir, vor allem mich selbst bzw. uns zu verstehen.

Dieses Gedicht war auf einmal da, rund um meinen Therapeutenwechsel diesen März. Ich habe es meiner Therapeutin zum Abschid gegeben, mit dem Gedanken, dass Sie vielleicht so endlich etwas verstehen kann, durch was sie mich eigentlich begleitet hat. Ich habe sie an vielem sehr wenig teilhaben lassen und sie war bisher noch keinem DIS Klienten begegnet.....

Ich denke, hier im geschützten Raum, kann ich es mal teilen und freue mich auf Reaktionen. Versteht man das, kann man das nachfühlen? Obder bin das nur ich/wir?



Teil I: Überleben mehr nicht
 

Helle Tage voller Licht,
 dunkle Gedanken voller Schmerz, ganz dicht.
Beides ist da,
beides scheint real zu sein.
Ich bin doch groß,
wer ist da so klein?
 
An Tagen wo ich kämpfen muss,
gegen Panik, Einsamkeit, Schmerzen im Überfluss,
bin ich verzweifelt, sehne mich nach einem Licht,
in einer Dunkelheit, die nicht meine ist.
 
Ich kämpfe, um zu atmen, darum mich zu bewegen,
nicht zum Stillstand zu kommen und mich dem hin zu geben,
was aus der Tiefe nach mir greift,
daher, wo Hoffnung mich nur noch streift.
 
 Gott, bitte erhöre mein hilfloses flehen,
ich kann kein Licht, keinen Ausweg mehr sehen!
Nimm mir diesen Schmerz, die Schuld, die Einsamkeit!
Ich bin allein, nackt in der Dunkelheit!
 
 Doch wieder finde ich einen hellen Streif,
den berühmten schimmernden Silberschweif,
am Horizont, ich greife danach, teils im Wiederwillen,
halt unerbittlich fest am Leben, muss den Drang danach stillen.
 
Der Moment der Erlösung, ich bin wieder im Licht!
Alles verblasst zu Erinnerung, weiter sehe ich nicht.
Dunkel und Licht kämpfen, um die Macht zu sein.
Was ist Real, was ist nur Schein?


Teil II: Ein Verdacht und Aufbruch heil zu wachsen
 
 
Helle Tage voller Licht,
 Dunkle Tage viel zu dicht.
 Beides ist da,
 beides muss, beides darf sein,
 mal bin ICH groß, 
 bin ICH manchmal klein?
 
 Ich muss erkennen, dass Ich ist ein Wir,
das Chaos und Schmerz real wird im hier.
Im Jetzt ist es auch meine Dunkelheit.
Schatten meiner eigenen Vergangenheit.
 

Ich höre auf zu kämpfen, lerne stoisch zu ertragen,
wenn Seiten sich melden, ohne zu fragen,
mit Bildern. Lerne Teile eines Lebens willig zu sehen
und nicht immer wieder vor mir selbst zu fliehen.
 
Sondern zu bleiben, zu lauschen und zu verstehen,
wer von uns da in den Schatten gehen.
Auf der Suche nach einem kleinen Licht,
das in der Dunkelheit nicht das ihre ist.                                 
 
 Das Puzzle, die Teile, sie sind zersplittert,
Teile von uns tief verletz und verbittert.
Manche sind mehr tot, als noch am Leben.
Was kann ich tun, was muss ich ihnen geben?



Teil III: Erkennen und Akzeptanz
 

Helle Tage voller Licht,
dunkle Momente erschweren die Sicht,
auf alles was da ist,
denn alles darf sein.
Wir sind zusammen alles,
viele groß, manche klein.

Licht und Schatten, jetzt darf beides sein!
Ich bin mal groß, aber eben auch klein.
Zusammen ergeben das Licht und der Schatten,
ein ganzes Bild, das wir bisher so nicht hatten.
 
Der Schmerz, die Bilder sie werden langsam tragbar,
unfassbare Wahrheiten werden sagbar.
Ich lerne meine Bilder mit anderen zu teilen,
für Momente im Schmerz, nah am Tod zu verweilen.
 
Still schweigt ihr Stimmen! Die da Zwietracht säen,
wir können den Weg nur gemeinsam gehen!
Zusammensetzten, was zusammengehört
Was Gewalt und Schrecken damals zerstört.
 
Um zu überleben musste diese Trennung sein,
zurück blieben Kinder verletzt, nackt und in Pein.
Andere durfte wachsen, Kraft sammeln, um zu leben,
um euch, diesen Kindern, heute unsere Hand zu geben.
 
Aus dem Licht in dem wir stehen heraus in eure Dunkelheit.
Um euch auf zu helfen, euch nun die Kraft zu geben,
euch aus dem Dunkel endlich ins Licht zu erheben.
Ich/wir lerne das Dunkle für euch zu ertragen,
ihr dürft nun endlich nach dem Licht im Leben fragen.
 
Kommen wir vom Wir zurück zu einem Ich?
Ich erahne vielleicht den Weg, das Ergebnis kenne ich nicht!
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#2
Hallo VieleLeben,

ein sehr berührendens ausdrucksvolles Gedicht echt toll :)
[-] Die folgenden 1 Benutzer sagen Danke an Kleine Elfin für diesen Beitrag:
  • VieleLeben (11-05-2019)
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#3
Hallo VieleLeben,

dem schließe ich mich an. Sehr ergreifend. Klasse.
[-] Die folgenden 1 Benutzer sagen Danke an Silver für diesen Beitrag:
  • VieleLeben (15-05-2019)
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