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    Kommentare erwünscht - Therapie suchen
    #1
    Hallo! 
    Weil ich es schwer finde einfach wo zu schreiben, aber gerade voll drin hänge, mache ich jetzt einen eigenen Thread auf. Ich hoffe das ist ok. 

    Vorher habe ich mit einer Beratungsstelle telefoniert. Das ist schwer, weil ich eigentlich eine erwachsene, mündige Frau bin und ziemlich fest im Leben stehe und es hasse, als so eine Vollatastrophe gesehen zu werden. Aber wenn es dadrum geht, kommt kein Wort aus meinem Mund und ich stottere und wirke nicht sehr fest und stark. Und ich kann dann keine Gedanken fassen, vergesse was ich wollte und bin total konfus. 
    Dann habe ich gesagt das Therapeuten glauben das ich eine dissoziative Störung hätte. Jetzt fühle ich mich ziemlich schuldig, das gesagt zu haben und das hier zu schreiben. Weil ich nicht weiß ob ich das darf. Aber ich suche ja einen Therapeuten der sich damit auskennt. Oder ist das so falsch?  
    Dann hat die Frau gesagt sie reden grundsätzlich nur mit erwachsenen alltagsanteilen. Aber das wie sie das gesagt hat, ich habe mich so bescheiden gefühlt. Als ob ich mich dazu entscheide wann ich die Kontrolle verliere! Deswegen suche ich doch Hilfe! Und ich glaube eh immer wenn ich mich genug anstrenge dann kann ich mich zusammen reißen und hab keine Schwierigkeiten damit und nicht mit früher und mit Erinnerungen. So versuche ich das zusammen zu halten und fühle mich so wahnsinnig versagend, wenn das doch wieder kommt. Diese Aussage von ihr ist ja irgendwie nichts anderes. 

    Ich hab noch nicht so konkrete Fragen, aber ich würde mich über alles freuen weil es mir um Austausch geht. Einfach weil man ja sonst alleine ist mit allen Gedanken. 
    Ich hasse es das ich so bin. Das ich immer wieder damit anfange. Das ich es nicht einfach gut sein lasse und einfach lebe! Ich versuche das immer wieder und trotzdem lande ich immer wieder an diesem Punkt. 

    Liebe Grüße!
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    #2
    Hallo Abi,
    was hasst Du genau? Dass du immer wieder eine Therapie suchst?
    Falls es das ist: Dafür brauchst du dich weder hassen noch schuldig fühlen. Du hast Sachen erlebt, die dich so gemacht haben, wie du bist, und nun suchst du Hilfe. Das ist sinnvoll und ok, schlimmstenfalls bringt es nichts.

    Bei mir war es am Anfang der Therapie so ähnlich, dass ich immer vergessen habe, was ich sagen wollte und um Wiederholung der Fragen bitten musste, mehrmals, bevor ich sie beantworten konnte. Und sehr konfus, vom Thema ablenken, meine Erlebnisse herunterspielen und überspielen, weil es keinen anging, nicht erst die Therapeutin. Usw.

    Ich habe auch geglaubt,wenn ich mich genug anstrenge wird es weggehen. Das Gegenteil war der Fall. Je mehr ich mich angestrengt habe, desto häufiger habe ich Angst gehabt und die Kontrolle verloren. In der Therapie habe ich erst gelernt, sowohl Ängste als auch Stimmen oder negative Impulse als diejenigen von Anteilen zu erkennen, zu respektieren und diese innere Konferenz zu halten. Das hat mir erst Ruhe erlaubt.

    Zur Therapeutensuche habe ich alle tiefenpsychologisch fundierte Therapeutinnen der Stadt über die Seite der Psychotherapeutenkammer herausgesucht und ein Kalender erstellt, wo ich die telefonischen Sprechzeiten eingetragen hab. Dann habe ich meinen Wochenplan immer mitgeschleppt, alle angerufen und bin überall, wo ich einen zeitnahen Termin bekommen habe, hingegangen. Es waren ca. 10-15 offene Sprechstunden zum Kennenlernen, bei Nummer 11 (jetztige Therapeutin) habe ich aufgehört zu suchen.

    Es ist absolut richtig, dass du einen Therapeuten suchst, der sich damit auskennst. Schließlich willst du, wollt ihr alle fachmännischen Rat, der Ordnung und Frieden ins Chaos bringt. Das darf sein, lasst euch nichts anderes einreden.

    LG
    KTT
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    #3
    Hallo Abi,

    Würde es dir helfen, wenn du bei solchen Anrufen vorher den Text aufschreibst und übst?

    LG
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    #4
    Wie wäre es denn, wenn du dich schriftlich um einen Therapeuten bemühst? Da schreibst du deine Diagnose rein und wenig etwas über dich als Person und dann schaust du, was zurückkommt.

    Die Mitarbeiter der Hilfestellen haben immer gerne Erwachsene da zum sprechen und die fordern sie manchmal sehr deutlich ein. Lass dich davon nicht einschüchtern. Du machst das schon richtig!
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    #5
    Hallo Bissi, das habe ich jetzt nicht versucht. Aber früher oft und es ging trotzdem nicht. Aber jetzt bin ich weiter, vielleicht versuche ich das das nächste mal. Obwohl ich vorher ja immer denke, das mach ich mit links.
    Ich war jahre lang so verzweifelt weil ich nichts sagen durfte was in diese Richtung deutete. Das ging nicht. Es war ein sehr langer Prozess. Wenn es zb um das bestimmte Thema gehen sollte, was ich schon nicht sage, und ich versucht habe zu umschreiben, dann konnte ich zb das Wort „Mann“ nicht mehr sagen. Weil das zu nah dran war. Ich war so allein mit allem. Weil ich eingesperrt war. Das hat sich ja alles etwas gelockert. Vielleicht bin ich doch verrückt. Bei anderen funktioniert alles. Oder ich will es nicht anders.

    Aber ist ja auch egal was früher war, es geht ja um jetzt. Und da dachte ich, das ich just einfach so kurz frage. Aber war dann nicht. Ging aber ja irgendwie, nur das die mich wieder für bescheuert hält.

    Hallo KTT!
    Ich glaube ich verstehe deine Frage nicht so richtig. Du meinst was mit mir nicht richtig ist, das ich so viel Therapie gemacht habe?
    Ich hab jetzt auch mit mir gehadert, ob ich nochmal Therapie machen soll. Weil die letzten beiden Jahre bin ich gut zurecht gekommen, und bis auf ein paar Tage gelegentlich kam ich sehr sehr gut klar und alles war weg.
    Aber es gibt ein paar Dinge die bekomme ich nicht hin. Freundschaften zb. Auch meine Ehe ist oft sehr belastet dadurch. Und dann hatte ich mal den Rappel, das ich das besser hinbekommen möchte. Aber alleine komme ich nicht weiter.
    Ich denke immer es gibt so viele Menschen die dringender Therapie brauchen als ich. Aber jetzt habe ich doch mal gedacht das steht mir auch zu.

    Deine Erfahrung mit dem Kalender ist echt interessant. So viele Therapeuten hab ich in meiner Nähe nicht.
    Und ich zweifle so arg noch, weswegen es mir schon wichtig ist, das sich jemand damit auskennt, denn nur dann kann der das richtig einschätzen.

    Liebe Grüße!

    Hallo White Horses!

    Per E-Mail meinst du? Ja das mach ich wenn die Möglichkeit gegeben ist. Die Diagnose ist manchmal schwer für mich so zu schreiben. Je nach Tag. Mal sehen.

    Ich habe mich insgesamt wieder beruhigt. Das geht bei mir echt hin und her zwischen absolut kein Problem und völliger Verzweiflung. Ist ja auch nicht gerade sehr glaubwürdig.

    Liebe Grüße!
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    #6
    Hallöchen
    Also ich finde Therapiesuche macht total Sinn wenn man eine gute Phase hat. Wenn jemand nur in Krisen steckt, ist es oft nicht wirklich Therapie sondern Bewältigung des aktuellen. 
    Zum anderen würde ich jemanden suchen, der sich mit der Diagnose auskennt (Internetseite oder Angaben bei der KV), aber ich würde nicht sofort am Telefon oder per MAil die Diagnose raushauen. So etwas würde ich nur im persönlichen Gespräch machen.
    Aber vielleicht ist das auch nur mein Empfinden.
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    #7
    Hallo Ulli!
    Ja, das Argument mit therapie in stabiler Zeit hab ich auch schon gehört. Was für mich auch einleuchtend ist.
    Ich denke das ich es vorher ansprechen muss, weil ich sonst nicht erfahren kann, ob die sich damit auskennen.
    Sonst wäre mir lieber, sie würden sich ohne Vorbehalte ein eigenes Bild machen.
    Liebe Grüße!
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    #8
    @Abi
    Nein, nicht per Mail. In einem Brief. Und so kannst du auch verhindern, dass du dich auf jemanden einlässt, der letztendlich dann feststellt, dass ihm das zu viel wird. So können die Therapeuten vorher überlegen ob sie das möchten. Und wenn sich jemand wirklich damit auskennt, versteht er/sie den Grund, weshalb eine briefliche Anfrage kommt und nicht anders.
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    #9
    Nein, das kann ich nicht. Das wäre mir zu intim. Zu viel Vertrauensvorschuss. Da streubt sich auch alles gleich.
    Hast du das so gemacht? Kannst du so einen Brief schreiben ohne zu switschen? Kannst du das dann mit allen klar machen das abzuschicken?
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    #10
    @Abi
    Alles gut. War nur ein Vorschlag. Du suchst aus allen Vorschlägen hier einfach das aus, was für dich am besten passt. :)
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    #11
    Hallo Abi,

    ich kenne das Problem, die Diagnose bzw. den Verdacht nicht aussprechen zu dürfen. Und aber gleichzeitig nach Hilfe für genau die Symptomatik zu suchen.
    Ich habe mich bei meiner Therapeut*innen-Suche auf Leute mit Traumaausbildung beschränkt. Da gibt es versch. Webseiten mit Listen.
    Am Telefeon habe ich oft nur gefragt, ob es (bald) einen freien Platz gibt. Einige Therapeutinnen haben gar nicht weiter nachgehakt, sondern nur einen Termin ausgemacht. Und erst dort wurde dann nach vorangegangenen Therapien und Diagnosen gefragt. Wenn sie direkt am Telefon etwas wissen wollten, habe ich nur gesagt, dass ich Probleme mit Dissoziation habe.

    Letztlich stehe ich aber gerade auch wieder ohne Hilfe da und warte auf einen Platz bei der Therapeutin, wo ich mich im Kennlerngespräch verstanden fühlte.

    LG Weidenblatt
    [-] Die folgenden 1 Benutzer sagen Danke an Weidenblatt für diesen Beitrag:
      • Abi (25-07-2021)
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